Für das Projekt sind Investitionen von rund 25 Millionen Euro vorgesehen. | © Frank Glimm
Der Liegeplatz 10 im Mukran Port wird umfassend modernisiert und erweitert. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Umschlagskapazitäten für immer größere Komponenten von Offshore-Windparks in der Ostsee.
Kern des Projekts ist die Verlängerung des bislang 123 Meter langen Liegeplatzes auf 240 Meter. Zudem wird die Hafensohle vertieft und eine neue Schwerlastplatte mit einer Tragfähigkeit von 50 Tonnen errichtet. Ergänzt wird die Anlage durch eine neue RoRo-Rampe sowie zusätzliche Lagerflächen.
„Die Energiewende braucht leistungsstarke Häfen“, sagt Hafenchef Henry Forster. „Mit dem Ausbau von Liegeplatz 10 passen wir unsere landseitige Infrastruktur vorausschauend an die enormen Dimensionen moderner Offshore-Komponenten an.“
Investition von über 25 Millionen Euro
Für das Projekt sind Investitionen von rund 25 Millionen Euro vorgesehen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern übernimmt dabei 71 Prozent der Finanzierung.
Neben dem Ausbau der Kaianlagen werden rund 8.000 Quadratmeter zusätzliche Logistik- und Lagerflächen geschaffen. Auch die Stromversorgung und die Beleuchtung werden modernisiert, um einen durchgehenden 24-Stunden-Betrieb zu ermöglichen.
Rolle als Offshore-Drehscheibe ausbauen
Mit dem Ausbau verfolgt Mukran das Ziel, seine Position als wichtiger Offshore-Hafen in der Ostseeregion weiter zu stärken. Neben dem Aufbau neuer Windparks soll die Infrastruktur künftig auch für den Rückbau älterer Offshore-Anlagen genutzt werden.
„Mukran wird zentraler Basishafen für die Offshore-Windenergie-Industrie im Ostseeraum“, betont Forster.
Die Bauarbeiten laufen bereits. Nach Abschluss der Spezialtiefbauarbeiten folgen bis Anfang 2027 weitere Beton-, Erschließungs- und Infrastrukturmaßnahmen. Die Inbetriebnahme des erweiterten Terminals ist für Ende März 2027 vorgesehen.
