Mit der vollständigen Übernahme will Kombiverkehr die Präsenz im spanischen Markt deutlich stärken. | © Renfe Mercancías, S.M.E. S.A.
Die Kombiverkehr KG hat sämtliche Gesellschaftsanteile an der spanischen Combiberia S.A. übernommen. Der Frankfurter Intermodal-Operateur wird damit alleiniger Eigentümer des Unternehmens und übernimmt die vollständige Verantwortung für dessen Aktivitäten in Spanien.
Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit mehr als drei Jahrzehnten zusammen. Combiberia ist seit 1992 im Intermodalverkehr tätig und kooperiert seit 1994 mit Kombiverkehr. Bislang agiert die Gesellschaft insbesondere als Schnittstelle zu spanischen Speditionen und Logistikunternehmen, deren intermodale Transporte über das Kombiverkehr-Netzwerk abgewickelt werden.
Dazu gehören Verkehre von und nach Barcelona, Madrid und weiteren spanischen Terminals. Combiberia unterstützt die Kunden sowohl kommerziell als auch operativ und übernimmt unter anderem die Abstimmung zwischen der Kombiverkehr-Zentrale in Frankfurt und den Terminals in Spanien.
Spanien-Geschäft soll ausgebaut werden
Mit der vollständigen Übernahme will Kombiverkehr die Präsenz im spanischen Markt deutlich stärken. „Mit unserem besonderen Engagement in der Gesellschaft Combiberia rücken wir noch näher an den spanischen Logistikmarkt heran und intensivieren unsere Beziehungen mit der dortigen Intermodal-Branche“, sagt Dirk Steffes, Geschäftsführer der Kombiverkehr KG. Die Übernahme sei „ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung unseres Spanien-Geschäfts auf Grundlage unserer Unternehmensstrategie“.
Für Kunden soll sich im laufenden Geschäft zunächst wenig ändern. Die bisherigen Ansprechpartner bleiben erhalten, ebenso der Hauptsitz von Combiberia in Madrid und die weiteren Büros in Irun und Barcelona.
Veränderungen gibt es dagegen an der Unternehmensspitze: Sébastien Eisner übernimmt die Geschäftsführung von Combiberia. Bei Kombiverkehr verantwortet er den Vertriebsbereich Westeuropa und verbindet damit künftig die operative Entwicklung der spanischen Tochter mit dem Vertrieb in der Region.
Antonio Pérez Millán bleibt dem Unternehmen als Senior Executive Advisor erhalten. Combiberia soll zudem künftig mit einem neuen Erscheinungsbild auftreten.
Neue Zugprodukte innerhalb Spaniens geplant
Strategisch soll die Gesellschaft künftig stärker als eigenständiger Intermodal-Operateur in Spanien auftreten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer innerspanischer Zugprodukte. Damit geht die Zielsetzung über die bisherige Funktion als Bindeglied für internationale Verkehre über die Iberische Halbinsel hinaus.
Parallel will Kombiverkehr über Combiberia zusätzliche Kundengruppen erschließen. Genannt werden insbesondere Unternehmen aus dem Bereich temperaturgeführter Transporte.
Die vollständige Übernahme schafft Kombiverkehr damit einen direkten organisatorischen Zugang zum spanischen Markt. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie stark Combiberia neben den bestehenden internationalen Verbindungen auch ein eigenes innerspanisches Angebot etablieren kann.
