(Foto: Shutterstock/ Evan El-Amin)
Auf internationalen Märkten zog der Ölpreis am Montag um rund sechs Prozent an. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei Diesel aus, dessen Preise zeitweise um etwa 14 Prozent kletterten. Beobachter führen die Entwicklung vor allem auf die wachsende Unsicherheit im Persischen Golf zurück, einer der wichtigsten Regionen für den globalen Energiehandel.
Wie stark die wirtschaftlichen Folgen letztlich ausfallen, hängt maßgeblich davon ab, wie lange die Kämpfe andauern und ob sich danach eine politische oder militärische Stabilisierung im Iran abzeichnet. Analysten sehen darin den entscheidenden Faktor für die weitere Entwicklung der Energiepreise und der Weltwirtschaft.
Als zentrales Risiko gilt eine mögliche länger anhaltende Störung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Durch diese Meerenge werden rund 15 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls und etwa 20 Prozent des Flüssigerdgases transportiert. Eine Beeinträchtigung dieser Route könnte Lieferketten und Energiemärkte weit über die Region hinaus belasten.
Die Bank Barclays geht indes von einem dramatischen Anstieg des Ölpreises aus:
“Die Ölmärkte könnten am Montag mit ihren schlimmsten Befürchtungen konfrontiert werden. Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass Brent 100 US-Dollar (84,71 Euro) erreichen könnte, da der Markt mit der Gefahr einer möglichen Versorgungsunterbrechung angesichts der sich zuspitzenden Sicherheitslage im Nahen Osten zu kämpfen hat.”
Gleichzeitig rückt die Logistik auf praktischer Ebene stärker in den Fokus, da wichtige Umschlagplätze in den Golfstaaten für den Warenverkehr zwischen Asien und Europa eine zentrale Rolle spielen.
