Hödlmayr erreicht in Schwertberg künftig eine Energieautarkie von rund 55 Prozent. | © Hödlmayr
Die neue Photovoltaik-Carportanlage umfasst rund 1.900 überdachte Stellplätze und erreicht eine Gesamtleistung von etwa 6,6 MWp. Ein Teil des erzeugten Stroms wird direkt am Standort genutzt, der Großteil fließt in das öffentliche Stromnetz.
In Kombination mit den bestehenden Wasserkraftwerken erreicht Hödlmayr in Schwertberg künftig eine Energieautarkie von rund 55 Prozent. Nach Unternehmensangaben entspricht der jährliche CO₂-Effekt rund 3.170 Tonnen. Rechnerisch kann die Anlage etwa 2.250 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.
Energieunabhängigkeit als Standortfaktor
Das Projekt wurde seit November 2024 umgesetzt. Zu den zentralen Maßnahmen zählte auch die Verlegung einer rund 4,5 Kilometer langen Stromleitung zum Umspannwerk Mauthausen.
„Dieses Projekt steht für unseren Anspruch, wirtschaftliche Stabilität und verantwortungsvolles Handeln innovativ zu verbinden“, sagt Robert Horvath, CFO von Hödlmayr International. Die Anlage sei ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines „elektrischen Ökosystems der Zukunft“.
Logistikbranche setzt auf erneuerbare Energie
Für Oberösterreichs Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Unternehmen die Energiewende aktiv mittragen. Gerade für einen Industrie- und Wirtschaftsstandort seien Versorgungssicherheit, planbare Energiekosten und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen entscheidend.
Umgesetzt wurde die Anlage gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Electrify. Florian Schütz, CFO von Electrify, verweist auf die technische Komplexität und die Umsetzung im laufenden Betrieb. Das Projekt zeige, „wie sich wirtschaftliche Anforderungen und nachhaltige Energieversorgung wirkungsvoll verbinden lassen“.
Mit der Inbetriebnahme setzt Hödlmayr ein deutliches Signal für die Transformation der Logistikbranche. Der Ausbau erneuerbarer Energie soll helfen, Abhängigkeiten zu reduzieren und CO₂-Emissionen langfristig zu senken.
