GEODIS gibt 110 neue elektrische Schwerlast-Lkw in Auftrag

05.10.2026 | Straße

GEODIS baut seine elektrische Schwerlastflotte deutlich aus. Bis Mai 2027 sollen 110 weitere Elektro-Lkw in Frankreich in Betrieb gehen – begleitet von einem Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Verkehrsachsen.

GEODIS hat einen Festauftrag über 110 elektrische 44-Tonnen-Lkw von Renault Trucks und Volvo Trucks erteilt. Die Fahrzeuge sollen bis Mai 2027 ausgeliefert und im französischen Straßentransport eingesetzt werden. Vorgesehen sind sowohl innerstädtische Verkehre als auch längere Transportstrecken.
Mit der Bestellung wächst die Elektro-Lkw-Flotte des Geschäftsbereichs GEODIS European Road Network nach Unternehmensangaben auf insgesamt 190 Fahrzeuge. Der Logistiker verbindet die Flottenerweiterung mit einem schrittweisen Ausbau seiner Ladeinfrastruktur.

Ladestationen entlang wichtiger Verkehrsachsen

In Frankreich will GEODIS sogenannte Elektrokorridore schaffen, auf denen Lademöglichkeiten im Abstand von 250 bis 500 Kilometern zur Verfügung stehen sollen. Aktuell betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 60 Ladestationen. Bis 2030 soll deren Zahl auf mehr als 200 steigen.

Damit adressiert GEODIS eine zentrale Voraussetzung für den Einsatz batterieelektrischer Schwer-Lkw über den urbanen Verteilerverkehr hinaus: die Verfügbarkeit von Ladepunkten entlang der regelmäßig bedienten Transportachsen.

„Die Einführung dieser neuen Elektrofahrzeuge ist Teil einer globalen Dekarbonisierungsstrategie und entspricht den Erwartungen unserer Kunden. Es handelt sich um eine bedeutende Investition für GEODIS, sowohl in Bezug auf die Flotte als auch auf die Infrastruktur, die unsere klare Entscheidung für die Elektrifizierung unserer Flotte und die Einbindung in unseren von der Science Based Target Initiative validierten Kurs zur Reduzierung der CO₂-Emissionen unterstreicht“, sagt Marc Vollet, Geschäftsführer des europäischen Straßennetzwerks bei GEODIS. Die Investition betreffe sowohl die Fahrzeuge als auch die dafür notwendige Infrastruktur.

E-Lkw auch für den Fernverkehr

Bemerkenswert ist vor allem der geplante Einsatzbereich der neuen Fahrzeuge. GEODIS beschränkt die Elektrifizierung nicht auf innerstädtische Lieferungen, sondern will die 44-Tonner auch im Fernverkehr einsetzen. Das Netz aus eigenen Ladestationen soll dafür die notwendigen Lademöglichkeiten entlang der französischen Hauptverkehrsachsen schaffen.

Die Investition ist Teil der Dekarbonisierungsstrategie von GEODIS. Mit den zusätzlich bestellten Fahrzeugen wird nun insbesondere der batterieelektrische Schwerlastverkehr innerhalb des europäischen Straßennetzwerks weiter ausgebaut.

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