EU setzt Zwei-Euro-Gebühr für Online-Importe fest

29.09.2026 | Wirtschaft

Die Einfuhr von Waren nach Europa wird am November teurer.

Eine neue Bearbeitungsgebühr von zwei Euro ist künftig für im Internet bestellte Produkte, die aus Drittländern wie China oder den USA in die EU eingeführt werden, fällig. 
Für die Zahlung sind die Online-Handelsplattformen zuständig, und die nationalen Behörden erheben die Gebühr. Der Endverbraucher muss sich nicht um diese Regelung kümmern. Kritiker der Maßnahme gehen aber davon aus, dass die Mehrkosten langfristig an den Konsumenten weitergegeben werden.
Marktriesen wie Shein, Temu oder AliExpress werden sich mit der Thematik auseinandersetzen müssen. 

Aus Sicht der EU stellt die neue Gebühr, die seit Wochen erwartet wurde, einen Schritt gegen die die außerordentlich hohe Zahl von Billigprodukten dar. Die europäischen Zollämter wickelten 2025 rund sechs Milliarden Pakete von Onlinehändlern ab. Pakete aus China sind mit 90% Anteil ein gewichtiger Faktor, welcher europäische Händler unter Druck setzt.

Europa setzt neben dieser Gebühr eine größere Zollreform um, die einerseits den globalen Handel erleichtern soll, andererseits die Effizienz steigern und die Kontrolle gefährlicher oder unsicherer Waren vorantreiben soll. Schon im Juli wurde eine pauschale Gebühr bei Billigimporten (pro Warengruppe) verhängt. Frankreich lässt ausrichten, dass seitdem ein Rückgang von 40 Prozent bei kleineren Paketen festgestellt werden konnte.

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