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Cargomind setzt seinen Expansionskurs in Europa fort und hat neue Standorte in Italien und den Niederlanden eröffnet. Seit März 2026 ist das Unternehmen mit einer Landesgesellschaft in Vignate bei Mailand vertreten, zusätzlich wurde eine Niederlassung am Flughafen Amsterdam Schiphol aufgebaut. Mit den beiden Schritten verdichtet der Logistikdienstleister sein Netzwerk in zwei der wichtigsten europäischen Handels- und Transportregionen.
Strategisch ist die Expansion nachvollziehbar: Sowohl die Lombardei als auch die Benelux-Region zählen zu den zentralen Drehscheiben für internationale Warenströme. Mit Mailand gewinnt Cargomind Zugang zu einem der bedeutendsten Industrie- und Konsummärkte Südeuropas. Amsterdam wiederum stärkt die Präsenz in einem Markt, der durch seine Nähe zu Schiphol, Rotterdam und Antwerpen für globale Luft- und Seefrachtverkehre besonders relevant ist.
Zwei Standorte mit klarer Funktion im Netzwerk
Der neue Standort in Italien sitzt in unmittelbarer Nähe zu den Flughäfen Mailand-Linate und Mailand-Malpensa. Hinzu kommt die Anbindung an große Seehäfen wie Genua und Triest. Damit positioniert sich Cargomind in einem Markt, der sowohl für Luftfracht als auch für maritime Verkehre eine wichtige Rolle spielt.
Auch der niederländische Standort ist bewusst gewählt. Schiphol gehört zu den wichtigsten Luftfracht-Drehkreuzen Europas, während Rotterdam als größter Seehafen Europas gilt. In Kombination mit Antwerpen entsteht für Cargomind ein Zugang zu hochfrequenten Verbindungen in die globalen Märkte.
Für das Unternehmen ist das mehr als reine Flächenexpansion: Die neuen Niederlassungen sollen die operative Nähe zu Kunden erhöhen und die Steuerung internationaler Transporte in Europa enger an den tatsächlichen Warenströmen ausrichten.
Erfahrene Manager sollen Markteintritt absichern
In Italien übernimmt Managing Director Gerry Famà die Leitung der neuen Gesellschaft. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der internationalen Logistik und war unter anderem für Nippon Cargo Airlines, FedEx, UPS Supply Chain Solutions, Panalpina und zuletzt PSA BDP tätig. Cargomind setzt damit auf einen Manager mit breitem Netzwerk und internationaler Vertriebserfahrung.
Den Standort in Amsterdam verantwortet Michael Hopster. Auch er bringt mehr als 25 Jahre Branchenerfahrung mit und war zuvor unter anderem bei DHL, UPS Supply Chain Solutions, CEVA Logistics, Kühne + Nagel und Bolloré Logistics tätig. Sein Fokus liegt laut Unternehmen auf einem pragmatischen, operativen Ansatz.
Ausbau der Europa-Präsenz
Mit den beiden Neueröffnungen wächst Cargomind auf 17 Länder und 33 Niederlassungen. Der Ausbau zeigt, dass mittelständisch geprägte Logistikunternehmen ihre europäischen Netze weiter verdichten, um in einem volatilen Marktumfeld näher an Kunden, Verkehrsknoten und Kapazitäten zu rücken.
Dabei geht es nicht nur um Reichweite, sondern auch um Resilienz. Wer in Logistikregionen wie Mailand und Amsterdam direkt präsent ist, kann Luft- und Seefrachtverkehre flexibler steuern und schneller auf Marktveränderungen reagieren.
Die neuen Standorte stärken damit nicht nur die geografische Präsenz von Cargomind, sondern auch die operative Schlagkraft in zwei Schlüsselregionen des europäischen Außenhandels.
