Die bremischen Häfen haben ihren Seegüterumschlag im ersten Halbjahr 2026 um 5,9 Prozent gesteigert. | © Unsplash/Dominik Luckmann
Die bremischen Häfen haben ihren Seegüterumschlag im ersten Halbjahr 2026 um 5,9 Prozent auf 34,5 Millionen Tonnen gesteigert. Damit setzt sich die positive Entwicklung des Vorjahres fort. Getragen wurde das Wachstum von mehreren Gütergruppen, wobei insbesondere der Containerverkehr zulegte.
Von Jänner bis Juni wurden rund 2,6 Millionen TEU umgeschlagen, 5,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Auch der Fahrzeugumschlag entwickelte sich wieder positiv: Mit rund 614.000 Fahrzeugen lag das Aufkommen um 2,4 Prozent über dem Vorjahreswert.
„Die positive Entwicklung des Hafenumschlags ist ein wichtiges Zeichen für unseren Wirtschaftsstandort“, sagt Bremens Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Kristina Vogt. Zugleich verweist sie auf die Notwendigkeit weiterer Investitionen in die Hafeninfrastruktur, um die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte zu sichern.
Wachstum auf breiterer Basis
Neben dem Containerverkehr legten auch andere Gütergruppen zu. Der Stückgutumschlag stieg um 5,4 Prozent auf 30,2 Millionen Tonnen. Beim nicht containerisierten Stückgut fiel das Wachstum mit 9,8 Prozent auf 3,5 Millionen Tonnen noch stärker aus. Einen deutlichen Sprung verzeichneten Eisen und Stahl: Hier nahm das Volumen um 24,1 Prozent auf rund 851.000 Tonnen zu.
Auch beim Massengut zeigt die Bilanz nach oben. Der Umschlag erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 9,6 Prozent auf rund 4,3 Millionen Tonnen.
Robert Howe, Geschäftsführer von bremenports, sieht insbesondere die Entwicklung im Containerverkehr als positives Signal: „Die Zahlen für das erste Halbjahr zeigen, dass die bremischen Häfen auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut aufgestellt sind. Der Umschlag wächst in wichtigen Bereichen, insbesondere im Containerverkehr.“
Bremen-Stadt wächst stärker als Bremerhaven
Den weitaus größten Anteil am Gesamtumschlag hält weiterhin Bremerhaven. Dort wurden in den ersten sechs Monaten rund 29,2 Millionen Tonnen abgefertigt, ein Plus von 5,3 Prozent. Bremen-Stadt kam auf rund 5,3 Millionen Tonnen und wuchs mit 9,3 Prozent deutlich stärker.
Damit bleibt Bremerhaven gemessen am Güterumschlag der zweitgrößte deutsche Seehafenstandort hinter Hamburg. Während die bremischen Häfen im ersten Halbjahr zulegten, sank der Gesamtumschlag im Hamburger Hafen laut den vorliegenden Zahlen um 3,1 Prozent auf 56,1 Millionen Tonnen.
