Die Vereinbarung wurde von Jungheinrich-Vertriebsvorständin Nadine Despineux und Eduardo Razuck unterzeichnet. | © Kühne + Nagel
Jungheinrich und Kühne+Nagel bauen ihre Zusammenarbeit in Europa deutlich aus. Ein neuer mehrjähriger Rahmenvertrag umfasst rund 5.000 Flurförderzeuge und soll die Grundlage für ein länderübergreifend standardisiertes Flottenmanagement schaffen.
Die Vereinbarung wurde von Jungheinrich-Vertriebsvorständin Nadine Despineux und Eduardo Razuck, Executive Vice President Contract Logistics und Mitglied des Vorstands bei Kühne+Nagel, unterzeichnet. Angaben zum finanziellen Volumen oder zur genauen Laufzeit des Vertrags machten die Unternehmen nicht.
Im Mittelpunkt steht nicht allein die Bereitstellung der Fahrzeuge. Kühne+Nagel setzt auf ein Miet- und Servicekonzept auf Basis des Rental Fleet Managements von Jungheinrich. Damit soll die Flotte über verschiedene Standorte und Länder hinweg zentral gesteuert und je nach Auslastung angepasst werden können.
Kernflotte wird flexibel ergänzt
Für Kühne+Nagel hat Jungheinrich sein bestehendes System zu einer kundenspezifischen Lösung mit der Bezeichnung KN-RFM+ weiterentwickelt. Das Modell verbindet eine dauerhaft verfügbare Kernflotte mit flexibel skalierbaren Mietfahrzeugen. Dadurch sollen Standorte zusätzliche Kapazitäten abrufen können, wenn sich der Bedarf verändert.
Gleichzeitig soll die zentrale Steuerung für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Standorten sorgen. Gerade für einen international tätigen Kontraktlogistiker ist dies relevant, weil der Bedarf an Flurförderzeugen je nach Kundenprojekt, Standort und Auslastung erheblich variieren kann.
„Diese Partnerschaft geht weit über die Bereitstellung von Flurförderzeugen hinaus. Mit unserem Rental-Fleet-Management-Ansatz unterstützen wir Kühne+Nagel dabei, ein international einheitliches, transparentes und zugleich flexibles Flottenmodell umzusetzen, das konsequent auf Effizienz ausgerichtet ist“, sagt Nadine Despineux.
Lithium-Ionen-Fahrzeuge für europäische Standorte
Zum vereinbarten Flottenumfang gehören unter anderem Flurförderzeuge mit Lithium-Ionen-Technologie aus dem Jungheinrich-Portfolio. Welche Fahrzeugtypen in welcher Stückzahl eingesetzt werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Jungheinrich arbeitet bereits in mehreren europäischen Märkten als Flottenpartner von Kühne+Nagel. Dazu zählen Frankreich, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Der neue Rahmenvertrag soll diese bestehende Zusammenarbeit vereinheitlichen und auf eine langfristige Grundlage stellen.
Für Kühne+Nagel steht dabei insbesondere die Möglichkeit im Vordergrund, die Flotte an unterschiedliche Marktbedingungen anzupassen. „Durch die Kombination unserer Expertise mit den Möglichkeiten von Jungheinrich im Bereich Flottenmanagement schaffen wir eine skalierbare und transparente Lösung für die Anforderung verschiedener Märkte“, sagt Eduardo Razuck. Der gemeinsam entwickelte Ansatz ermögliche es, „schneller und gezielter auf Marktveränderungen und die Erwartungen unserer Kunden zu reagieren“.
Weitere Länder könnten folgen
Mit den rund 5.000 Flurförderzeugen erreicht die Zusammenarbeit eine neue Größenordnung. Zugleich verschiebt sich der Schwerpunkt von der reinen Fahrzeugbereitstellung hin zu einem zentral gesteuerten Flottenmodell, das Nutzung, Verfügbarkeit und zusätzlichen Mietbedarf standortübergreifend zusammenführen soll.
Der Rahmenvertrag gilt zunächst für mehrere europäische Länder. Beide Unternehmen sehen darin zugleich die Grundlage, ihre Zusammenarbeit künftig auf weitere Märkte auszuweiten.
