(Foto: Shutterstock / Akif Oztoprak)
Der trockene Sommer und der Mangel an Niederschlägen zum Herbstbeginn führen zu ständigen Problemen beim Warenverkehr.
Der stellvertretende Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) Fabian Spieß sagt, dass am besonders vom Niedrigwasser betroffenem Mittelrheinabschnitt zwischen St. Goar und Mainz „nur noch vereinzelt Güterschiffe unterwegs“ sind. Damit bleibt die Lage noch angespannter als befürchtet.
„Die Schifffahrt steht ihren Kunden als Dienstleister weiterhin zur Verfügung; es kann jedoch nur mit deutlich weniger Ladung gefahren werden“, so Spieß weiter.
Das Kriterium für den Betrieb ist die Sicherheit – niemand möchte beschädigte Ladung oder Verletzte riskieren. Aus Sicht der Logistik konnte durch die Aufhebung von Sonn- und Feiertagsverboten für Lastwagen der ärgste Engpass kompensiert werden.
Doch die über Monate andauernde Dürre bleibt eine Herausforderung: Der entscheidende Pegel in Kaub unterschritt am Wochenende den Nullpunkt. Köln muss am Montag heikle 40 Zentimeter melden – beides Niedrigwasser-Rekordwerte.
Glücklicherweise gehen die Bundesanstalt für Gewässerkunde und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung von einer leichten Entspannung der Situation bis zum Ende der Woche aus. Eine dauerhafte Verbesserung der Lage lässt sich aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostizieren.
Seit Juli 2026 muss in weiten Teilen Mitteleuropas aufgrund von Niedrigwasser auf entscheidenden Wasserstraßen umgeplant werden. Der wirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden Euro.
