Foto: Baltic Shipping Company
Die Baltic Shipping Company hat mit der Baltic Iron und der Baltic Timber zwei neue Küstenmotorschiffe in ihre Flotte aufgenommen. Die beiden Schiffe mit jeweils 3.550 tdw sind inzwischen im kommerziellen Einsatz und kombinieren batterieelektrische Systeme mit windunterstütztem Antrieb.
Beide von Damen gebauten Schiffe verfügen über jeweils zwei VentoFoils von Econowind. Die Systeme nutzen den Wind, um zusätzlichen Schub zu erzeugen und damit die benötigte Leistung der Hauptmaschine zu reduzieren. Nach Angaben der Reederei soll sich dadurch der Kraftstoffverbrauch um bis zu zwölf Prozent verringern.
Zusätzlich sind die beiden Neubauten mit großen Batteriepaketen ausgestattet. Die Baltic Timber nahm als erstes der beiden Schwesterschiffe den Betrieb auf, mittlerweile ist auch die Baltic Iron im Einsatz. Baltic Shipping erweitert damit seine energieeffizienten Transportkapazitäten im europäischen Shortsea-Verkehr.
„Die Kombination von VentoFoils und einem großen Batteriepaket ist ein wichtiger Schritt hin zu einer energieeffizienteren Schifffahrt. Sie zeigt, was mit den heute verfügbaren Technologien bereits erreicht werden kann“, sagt Ronnie Hulstrøm, CEO der Baltic Shipping Company.
Wind soll Kraftstoffverbrauch senken
Für die Reederei steht hinter der Investition auch die steigende Nachfrage von Verladern nach Transportmöglichkeiten mit geringerem CO₂-Ausstoß. Der Ansatz unterscheidet sich dabei von Konzepten, die vor allem auf künftig verfügbare alternative Kraftstoffe setzen: Windunterstützung und Batterien sollen bereits im laufenden Betrieb den Energiebedarf der konventionellen Schiffsantriebe reduzieren.
„Unsere Kunden konzentrieren sich zunehmend darauf, die mit ihren Transporten verbundenen CO₂-Emissionen zu reduzieren“, sagt Hulstrøm. Mit den beiden neuen Schiffen könne das Unternehmen dafür moderne Küstenmotorschiff-Kapazitäten anbieten.
Mit der Baltic Iron und der Baltic Timber setzt Baltic Shipping damit auf eine Kombination mehrerer Technologien. Wie hoch die tatsächlichen Einsparungen im täglichen Betrieb ausfallen, dürfte dabei wesentlich von Einsatzprofil, Route und Windverhältnissen abhängen.
