(Foto: Shutterstock/ Caureem)
Im Logistikzentrum des Befestigungsspezialisten Würth im nordspanischen Agoncillo (La Rioja) wurde die Verpackung von Waren für den Versand mithilfe fortschrittlicher Algorithmen optimiert. Die Kooperationspartner nutzen die neuesten Möglichkeiten von Quantencomputing und KI, um die Verteilung von Produkten auf Versandkartons zu verbessern. Ziel ist es, sowohl die Anzahl als auch die Größe der benötigten Pakete pro Bestellung zu reduzieren. Dadurch soll das Transportvolumen („On-Road Volume“) sinken und die Logistikkosten pro Bestellung bei Würth gesenkt werden.
Die Bilanz des Pilotprojekts kann sich sehen lassen: Bei über 6.000 bearbeiteten Bestellungen stieg die Verpackungseffizienz um 14 Prozent. Die Optimierung führte zu einer Verringerung der eingesetzten Kartons um drei Prozent.
Die Ergebnisse unterstreichen das große Potenzial von Quantencomputing für logistische Abläufe, insbesondere in Kombination mit klassischen Rechenverfahren. Hybride Lösungen, die bereits heute in industriellen Umgebungen eingesetzt werden können, seien so möglich, betonen die Partner. Das Projekt zählt zu den ersten industriellen Anwendungsfällen für Quantencomputing, die im Quantenforschungszentrum von Telefónica in Bilbao entwickelt wurden.
„Dieses Innovationsprojekt zeigt, dass Quantencomputing in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz neue und bessere Dienste für Kundinnen und Kunden ermöglichen kann. Grundlage dafür ist ein leistungsfähiges Netz, das den Zugang zu den innovativsten Technologien schafft und gezielt auf konkrete Kundenanforderungen eingeht“, sagt Leonor Ostos, Direktorin für Produkt- und Serviceentwicklung bei Telefónica Spanien.
„Die Teilnahme an diesem wegweisenden Projekt hat uns ermöglicht, das Potenzial von Zukunftstechnologien wie Quantencomputing aus einer sehr praxisnahen und operativen Perspektive zu erkunden und für die Herausforderungen der Logistik von morgen nutzbar zu machen. Unser Know-how und unsere realen Betriebsdaten einzubringen, war eine wertvolle Gelegenheit, um Lösungen mit konkretem Nutzen in einem anspruchsvollen industriellen Umfeld zu entwickeln“, sagt Begoña López, Chief Operations Officer von Würth España S.A.
Die Initiative entstand in Zusammenarbeit mit TECNALIA, Spaniens größtem Zentrum für angewandte Forschung und technologische Entwicklung, sowie QCentroid, einem Start-up für die Einführung von Quantencomputing in Unternehmen über seine Plattform „QuantumOps“.
Auch Telefónica Deutschland arbeitet am Einsatz von Quantencomputing und quantensicheren Verfahren. In einem Pilotprojekt wurde gemeinsam mit AWS und weiteren Partnern der Einsatz von Quantentechnologien erprobt, um die Telekommunikationsinfrastruktur zu optimieren.
