(Foto: HHM / Michael Lindner)
Mit diesem ehrgeizigen Infrastrukturprojekt unterstreicht Hamburg einmal mehr seine Bedeutung als zentraler Knotenpunkt für den europäischen Warenverkehr. Die Stadt investiert mehr als 300 Millionen Euro aus dem Haushalt in die grundlegende Sanierung des Salzgitterkais im Altenwerder Sandauhafen.
Die Wirtschaftsbehörde bewertet das Vorhaben als eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte im Hamburger Hafen.
„Hamburgs Kaianlagen sind unverzichtbar für die deutsche Volkswirtschaft“, erklärte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard bei der Vorstellung des Projekts. Der Salzgitterkai, der seinen Namen dem niedersächsischen Stahlkonzern Salzgitter verdankt, ist ein zentraler Umschlagplatz für Eisenerz und Kohle.
Gemeinsam mit der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) betreibt Salzgitter die Anlage, die nicht nur für die deutsche Industrie, sondern auch für Unternehmen in Zentral- und Osteuropa von entscheidender Bedeutung ist. Von hier aus werden die Rohstoffe per Bahn und Lkw in die gesamten Region verteilt.
Ein besonderer Standortvorteil des Sandauhafens ist die Wassertiefe von bis zu 17 Metern, welche die Entladung selbst größter Seeschiffe ermöglicht. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten sollen bis Oktober 2030 abgeschlossen sein und die Kapazitäten sowie die Sicherheit der Anlage langfristig sichern.
Milliarden für den Hafen der Zukunft
Die Sanierung des Salzgitterkais ist nur ein Baustein in einer umfassenden Modernisierungsstrategie für den Hamburger Hafen. Wie Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bereits Ende April bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden ankündigte, werden in den kommenden Jahren insgesamt rund acht Milliarden Euro für den Erhalt und Ausbau der Hafeninfrastruktur benötigt. Diese Summe basiert auf einer „indikativen Gesamteinschätzung der Hamburg Port Authority“ und soll sowohl die zivile Nutzung als auch eine mögliche militärische Verwendung des Hafens absichern.
