Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen hat im ersten Halbjahr 2026 den Umschlag leicht gesteigert. Am Westufer der Warnow wurden insgesamt 495.000 Tonnen umgeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 1,4 Prozent.
Ein zentraler Treiber dieses Wachstums war der Holzumsatz. Hier verzeichnete der Hafen ein kräftiges Plus von 19 Prozent auf 288.000 Tonnen. Seit Jahren bestehe eine robuste Nachfrage nach Rundholz und Holzhackschnitzeln, hieß es in der Mitteilung. Weitere Gründe für den Anstieg wurden nicht genannt. Die starke Nachfrage nach Holzprodukten, insbesondere aus der Bau- und Energieindustrie, scheint den Hafen damit zu einem stabilen Standbein in unsicheren Zeiten zu machen.
Gegen den allgemeinen Trend entwickelte sich der Umschlag von Düngemitteln. Hier musste der Hafen einen Rückgang von 15,2 Prozent auf 162.000 Tonnen hinnehmen. Als Hauptgrund wurde die anhaltende Störung der Lieferketten durch den Iran-Krieg genannt. Die geopolitischen Spannungen haben die globalen Düngemittellieferungen seit Monaten belastet, was sich nun auch in Rostock bemerkbar macht.
Rostock selbst verfügt über mehrere bedeutende Hafenanlagen. Neben dem Fracht- und Fischereihafen, der vor allem für den Umschlag von Massengütern bekannt ist, gibt es den Überseehafen sowie den Chemiehafen.
