Das neue Verteilzentrum übernimmt Aufgaben auf der sogenannten „letzten Meile“. | © Amazon Logistics/APA-Fotoservice/Phlipp Greindl
Mit dem offiziellen Spatenstich hat Amazon den Baustart für sein neues Verteilzentrum im Ennshafen eingeläutet. Das Projekt wird vom Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck Rhomberg Österreich umgesetzt und soll im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen.
Auf rund 6.900 Quadratmetern Gebäudefläche entsteht das künftig sechste Amazon-Verteilzentrum in Österreich. Neben mehr als 100 direkten Arbeitsplätzen rechnet das Unternehmen mit mehreren Hundert zusätzlichen Jobs bei regionalen Lieferpartnern.
Standort soll Raum Linz versorgen
Das neue Verteilzentrum übernimmt Aufgaben auf der sogenannten „letzten Meile“ und dient damit der Paketzustellung im Großraum Linz und Umgebung. Amazon betreibt bereits seit 2018 eigene Verteilzentren in Österreich.
„Unsere österreichischen Kunden schätzen unsere schnelle und zuverlässige Lieferung sehr“, sagt Jordan Kremnitzer, Senior Operations Manager bei Amazon Logistik. Mit dem neuen Standort wolle man die regionale Versorgung weiter stärken.
Infrastrukturmaßnahmen als Teil des Projekts
Die Ansiedlung war im Vorfeld auch mit Diskussionen über Verkehrsbelastungen verbunden. Laut Bürgermeister Christian Deleja-Hotko wurde daher vereinbart, dass der Lieferverkehr nicht durch das Ennser Stadtgebiet geführt wird. Zusätzlich finanziert Amazon einen Radweg entlang der Mainstraße sowie eine neue Bushaltestelle mit.
Auch eine mögliche Neugestaltung der Kreuzung Mainstraße/Ennshafenstraße soll mitgetragen werden. Ein Verkehrskonzept mit bewusst außerhalb der Stoßzeiten geplanten Fahrten soll zusätzliche Belastungen vermeiden.
Fokus auf nachhaltige Logistik
Der neue Standort soll zudem hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Geplant sind unter anderem eine Photovoltaikanlage, Fernwärme aus erneuerbaren Energien, CO₂-reduzierte Baustoffe sowie extensive Begrünungen und Regenwassernutzung.
Goldbeck Rhomberg setzt dabei auf ein ressourcenschonendes Gebäudekonzept. „Wir realisieren einen Standort, der moderne Logistikleistung mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verbindet“, erklärt Valentin Oswald, Niederlassungsleiter und Prokurist des Unternehmens in Österreich.
Signal für den Wirtschaftsstandort
Für Business Upper Austria sieht Geschäftsführer Werner Pamminger in der Ansiedlung ein klares Signal für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Das Projekt stehe für neue Arbeitsplätze und die Attraktivität der Region im internationalen Wettbewerb.
