Insolvenzwelle droht bei Straßengüterverkehr

21.04.2026 | Transport

Die Transportbranche in Deutschland steht vor dem Kollaps.

Schon vor dem Iran-Krieg war die Lage angespannt, doch nun treiben die explodierenden Spritpreise viele Betriebe an den Rand der Existenz. 

Kleine und mittlere Unternehmen sind von den wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Entwicklungen besonders betroffen. 
Mit ernster Miene beschreibt Dirk Engelhardt, Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) die aktuelle Situation als schlichtweg katastrophal. Nicht nur die drastisch gestiegenen Spritpreise setzen den mittelständischen Betrieben schwer zu. Sie kämpfen vor allem mit einem Problem, das sich seit Jahren verschärft: einem eklatanten Mangel an Lkw-Fahrern. Ganze 120.000 qualifizierte Kraftfahrer fehlen der Branche bereits, und die Lücke wird immer größer.

Kapazitäten werden abgebaut – mit fatalen Folgen
Viele Unternehmen reagieren auf die Krise, indem sie ihre Kapazitäten reduzieren. Sollte die Wirtschaft wieder anziehen oder ein Krisenfall eintreten, drohen Engpässe. Es mangelt schlicht an Transportkapazitäten. 

Der Deutsche Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) bestätigt die dramatische Entwicklung. Steigende Lohnkosten und volatile Rohölpreise manchen die Krise kaum bewältigbar. Laut einer Analyse des Datendienstleisters Datev ist eine schnelle Besserung nicht in Sicht. 
Die Verbände fordern von der Politik längst nötige Entlastungen. Die Transportbranche kämpft um ihr Überleben. Während die Politik sich noch berät, droht eine Insolvenzwelle, die nicht nur Unternehmen, sondern der gesamten Wirtschaft schaden könnte.

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