SAVE Port of Linz wurde mit dem Staatspreis für Klimawandelanpassung (3. Platz) ausgezeichnet. (Foto: LINZ AG / Fotokerschi)
Das Hochwasserschutzprojekt „SAVE Port of Linz“ ist mit dem österreichischen Staatspreis für Klimawandelanpassung (CliA) ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Hochwasser/Starkregen“ erreichte das Projekt den dritten Platz und zählt damit zu den bundesweit wichtigsten Initiativen zur Anpassung an klimabedingte Extremereignisse.
Die Auszeichnung unterstreicht die wachsende Bedeutung resilienter Infrastruktur – insbesondere für logistische Knotenpunkte wie den Linzer Hafen, der eine zentrale Rolle für die Wirtschaft in Oberösterreich spielt.
Schutz für kritische Logistikinfrastruktur
Das Projekt reagiert auf zunehmende Risiken durch Starkregen und Hochwasser, die im Zuge des Klimawandels häufiger auftreten. Ziel war es, den Hafen sowie angrenzende Industrie- und Stadtgebiete langfristig abzusichern.
Das Schutzsystem umfasst ein Gebiet von rund 560 Hektar und ist auf Hochwasserereignisse mit einer statistischen Wiederkehr von bis zu 300 Jahren ausgelegt. Herzstück ist ein 26 Meter breites Hochwasserschutztor mit integrierten Pumpanlagen. Ergänzt wird die Anlage durch mobile Schutzelemente, verstärkte Dämme und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen.
„Das Projekt ist ein sichtbares Zeichen für nachhaltiges Handeln zum Schutz unseres Lebensraums und unserer Infrastruktur“, sagt Erich Haider, Generaldirektor der Linz AG. Gleichzeitig stärke der Hochwasserschutz die Funktion des Hafens als Logistikdrehscheibe.
Gemeinschaftsprojekt mehrerer Partner
Umgesetzt wurde „SAVE Port of Linz“ als Kooperation zwischen der Linz Service GmbH (Bereich Hafen) und der IG Winterhafen. Zu den beteiligten Unternehmen zählen unter anderem JMT Beteiligungs GmbH, Plasser & Theurer und ÖSWAG. Die Zusammenarbeit zeigt, dass großflächige Infrastrukturprojekte zur Klimaanpassung zunehmend nur im Zusammenspiel mehrerer Akteure realisierbar sind.
Staatspreis für Klimaanpassung als Signal
Der Staatspreis CliA wird seit 2024 vergeben und zeichnet Projekte aus, die zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Neben einer Fachjury fließt auch ein Publikums-Voting in die Bewertung ein.
Im Jahr 2026 wurden rund 80 Projekte eingereicht, 14 schafften es ins Finale. Die Auszeichnung für den Linzer Hafen verdeutlicht die steigende Relevanz präventiver Maßnahmen – nicht nur für den Schutz von Infrastruktur, sondern auch für die Sicherung wirtschaftlicher Prozesse.
Mit „SAVE Port of Linz“ zeigt sich, wie Klimaanpassung und Logistik zusammen gedacht werden können: als Voraussetzung für stabile Lieferketten in einem zunehmend von Extremwetter geprägten Umfeld.
