Die Verbindung führt von Castelguelfo bei Parma bis nach Frövi in Mittelschweden. | © Nurminen Logistics
TX Logistik und Nurminen Logistics bauen ihr Engagement im europäischen Schienengüterverkehr aus: Seit Ende Februar verbindet ein neuer Ganzzug Italien und Schweden auf einer rund 2.500 Kilometer langen Strecke. Die Relation gilt als längster durchgehender Korridor im Netzwerk von TX Logistik und stärkt die Nord-Süd-Achse im europäischen Güterverkehr.
Die Verbindung führt von Castelguelfo bei Parma bis nach Frövi in Mittelschweden und durchquert dabei fünf Länder. Betrieben wird der wöchentliche Verkehr als dedizierter Ganzzug für Nurminen Logistics, ermöglicht durch die Zusammenarbeit der FS-Logistix-Unternehmen TX Logistik und Mercitalia Rail.
Alternative zum Straßentransport
Mit einer Transitzeit von zwei bis drei Tagen positioniert sich die neue Bahnverbindung als wettbewerbsfähige Alternative zum Straßengüterverkehr. Transportiert werden vor allem Container mit Konsumgütern und Industriewaren, darunter Lebensmittel, Papier, Holz und Stahl.
„Mit einer Transitzeit von etwa zwei bis drei Tagen bietet die Relation eine schnelle und wesentlich emissionsärmere Alternative zum Straßenfernverkehr“, sagt Olli Pohjanvirta, CEO von Nurminen Logistics. Die Kombination aus Ganzzugkonzept und Teilladungsoption erweitere zudem den potenziellen Kundenkreis.
Europäische Kooperation im Fokus
Die neue Verbindung ist Teil der Expansionsstrategie von TX Logistik im grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr. Besonders hervorgehoben wird die enge Zusammenarbeit entlang der Strecke: Während Mercitalia Rail den Abschnitt in Italien bedient, übernimmt TX Logistik den Verkehr durch die Schweiz, Deutschland, Dänemark und Schweden.
„Die lokale Expertise unserer Teams in fünf Ländern trifft auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit“, betont Sabrina De Filippis, CEO von FS Logistix.
Stärkung der Nord-Süd-Achse
Mit der neuen Relation wächst die Bedeutung integrierter Bahnlogistiklösungen für den europäischen Warenverkehr. Die Strecke verbindet zentrale Wirtschaftsräume und wichtige Logistikknotenpunkte – von Norditalien über Hamburg bis nach Skandinavien.
Der Ausbau solcher Korridore gilt als zentral, um Verkehre von der Straße auf die Schiene zu verlagern und internationale Lieferketten nachhaltiger zu gestalten.
