Mehr Nachtzüge und komfortable Reisezeiten. | © Deutsche Bahn AG /Volker Emersleben
Die Deutsche Bahn (DB) und die polnische PKP Intercity (PKP IC) erhöhen die Zahl der direkten Verbindungen von derzeit elf auf künftig 17 Zugpaare pro Tag – ein Plus von über 50 Prozent.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Achse Berlin–Warschau, die künftig im Zweistundentakt bedient wird. „Der internationale Fernverkehr boomt. Wir wollen auch den Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Polen deutlich ausbauen. Die neuen Bahnverbindungen in die wirtschaftsstarken Regionen Südpolens und an die Grenze zur Ukraine sind wirtschaftlich wie auch politisch von großer Relevanz“, erklärt Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr.
Neue Direktverbindungen nach Südpolen
Komplett neu eingeführt wird eine zweimal tägliche Verbindung von Leipzig über Breslau und Krakau nach Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Damit rücken wirtschaftliche und kulturelle Zentren Südpolens näher an die deutsche Mitte heran. Für Reisende aus München, Nürnberg oder Frankfurt verkürzt sich die Fahrtzeit nach Breslau durch Umstiege in Leipzig um rund zwei Stunden. Auch Chemnitz und Dresden profitieren von der besseren Anbindung.
„Der Bahnverkehr schafft immer stärkere Verbindungen zwischen europäischen Städten. Als größter Personenbeförderer im Schienenfernverkehr in Polen freut es die PKP Intercity, dazu einen Beitrag zu leisten“, betont Janusz Malinowski, CEO von PKP IC.
Mehr Nachtzüge und komfortable Reisezeiten
Zusätzlich ist ein neuer täglicher Eurocity-Nachtzug zwischen Berlin und Przemysl sowie zwischen Berlin und Chelm geplant. Auch der bestehende Nachtzug „Chopin“ (München–Warschau) wird ausgebaut: Neue Wagen schaffen eine direkte Verbindung zwischen Süddeutschland und Südpolen.
Die Reisezeiten gestalten sich attraktiv:
- Leipzig–Breslau in nur 3,5 Stunden
- Berlin–Warschau in gut 5 Stunden ohne Umstieg
Damit setzen DB und PKP IC auf ein noch dichteres, klimafreundliches Angebot für Geschäfts- und Urlaubsreisende.