Wohlstandsverlust durch Nahost-Konflikt?

24.06.2025 | Wirtschaft

Anstieg des Rohölpreises könnte das wirtschaftliche Wachstum bremsen.

Der aktuelle Konflikt zwischen Israel und dem Iran könnte eine zusätzliche Belastung für die schwächelnde Wirtschaft in Österreich bedeuten, obwohl die Alpenrepublik kein Erdöl direkt aus dem Iran bezieht. Der Großteil kommt aus Kasachstan, Libyen und Saudi-Arabien. Mehr als 80 Prozent des importierten Rohöls landen Treibstoff im Verkehrssektor.

Noch sind die Schwankungen am internationalen Ölmarkt nicht auffällig stark. Laut Gabriel Felbermayer, Chef des Forschungsinstituts Wifo, würde ein Anstieg des Ölpreises von zehn Dollar je Barrel die österreichische Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozentpunkte reduzieren. Das Institut für Höhere Studien geht von einem ähnlichen Szenario aus.

Nur etwa zehn Prozent der Rohöltransporte durch die Straße von Hormus sind für die EU bestimmt. Die Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), etwa Saudi-Arabien, der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait und der Irak, transportieren den Großteil ihres Rohöls über diese Route. Ein UNO-Abkommen, das Handelsschiffen die Durchfahrt ermöglicht, hat der Iran zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert.

Es wird befürchtet, dass der Iran bei einer neuen Eskalation des Nahost-Konflikts aus strategischen Gründen diesen wichtigen Seeweg sperren könnte, was laut Medienberichten bereits durch das iranische Parlament genehmigt wurde.

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