Ein starkes Gespann. Mit dem Schubschiff Bad Deutsch-Altenburg kann der Ponton nicht nur zügig transportiert, sondern auch zentimetergenau positioniert werden. | © viadonau
Mit einem neuen Mehrzweckponton erweitert viadonau seine technischen Möglichkeiten für Arbeiten auf und entlang der Donau. Die 25 Meter lange und 8,4 Meter breite „Noriker“ wurde von der ÖSWAG Werft in Linz gebaut und kann auf dem gesamten österreichischen Donauabschnitt eingesetzt werden.
Das Aufgabenspektrum reicht von der Strecken- und Uferpflege über Holzungs- und Bergungsarbeiten bis zu Messungen und Probeentnahmen. Hinzu kommen kleinere Erhaltungsbaggerungen sowie Bauarbeiten, etwa der Einbau von Rampen oder Stiegen. Auch bei Ökologieprojekten soll die schwimmende Arbeitsplattform zum Einsatz kommen.
Reaktion auf unterschiedliche Wasserstände
Für viadonau ist insbesondere die flexible Einsatzmöglichkeit relevant. Extreme Wasserstände können kurzfristige Arbeiten an der Wasserstraße notwendig machen. Zuletzt hatte das Hochwasser im Herbst 2024 die Infrastruktur gefordert, während im Sommer 2026 eine ausgeprägte Niederwasserperiode folgte.
„Gerade die Hochwasserwelle im Herbst 2024 und die extreme Niederwasserperiode im Sommer 2026 haben uns erneut eindrucksvoll vor Augen geführt, wie wichtig es ist, in Sachen Instandhaltung der Wasserstraße schnell und treffsicher auch unter schwierigen Rahmenbedingungen bestmögliche Maßnahmen zu setzen“, sagt viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler.
Der neue Ponton soll es ermöglichen, notwendige Arbeiten mit unterschiedlichen Geräten von einer Plattform aus durchzuführen. Zur technischen Ausstattung gehört unter anderem ein Palfinger-Marinekran.

In Linz gebaut
Gebaut wurde die „Noriker“ bei der ÖSWAG Werft in Linz. Die Kiellegung erfolgte im Herbst 2025, seit Sommer dieses Jahres befindet sich der Ponton im operativen Einsatz.
„Mit unserem Know-how im Schiffsbau und in der Elektrotechnik, welches wir bei diesem außergewöhnlichen Projekt einbringen konnten, sind wir überzeugt, dass sich der Ponton als vielseitige Arbeitsplattform für die besonderen Ansprüche des Flussraummanagements von viadonau hervorragend bewähren wird“, sagt ÖSWAG-Geschäftsführer Reinhard Suppan.
Mit der neuen Arbeitsplattform erweitert viadonau damit vor allem die Flexibilität bei kleineren und kurzfristig notwendigen Eingriffen. Statt für unterschiedliche Aufgaben jeweils spezialisierte Arbeitsgeräte einsetzen zu müssen, kann der Mehrzweckponton für ein breites Spektrum an Instandhaltungs- und Flussraummanagementarbeiten herangezogen werden.
Ein kurzes Video zeigt das Arbeitsgerät in Oberösterreich in Aktion: https://youtu.be/frJLUgU2DaQ
