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Die TX Logistik AG hat die Frequenz auf ihrer Verbindung zwischen Castelguelfo in der italienischen Provinz Parma und Frövi in Mittelschweden verdoppelt. Seit 1. Oktober wird die Relation zweimal wöchentlich bedient. Das geschlossene Ganzzugsystem betreibt das zur FS Logistix gehörende Unternehmen für Nurminen Logistics.
Mit rund 2.500 Kilometern handelt es sich nach Angaben von TX Logistik um den längsten durchgängigen Korridor im eigenen europäischen Netzwerk. Die Verbindung führt durch Italien, die Schweiz, Deutschland und Dänemark nach Schweden und wurde erst Ende Februar 2026 aufgenommen.
„Dass wir die Verbindung stabil betreiben und gemeinsam mit Nurminen nun sogar ausbauen konnten, ist angesichts der aktuell schwierigen Marktbedingungen für Schienengüterverkehre nicht selbstverständlich“, sagt Gian Paolo Gotelli, CEO von TX Logistik.
Mehr Kapazität und flexiblere Wagenflotte
Mit der zweiten wöchentlichen Verbindung wollen die Partner insbesondere die Kapazitäten erhöhen und Wartezeiten reduzieren. Gleichzeitig sollen die Anschlüsse an den Straßen- und Seeverkehr verbessert werden.
„Die zweite wöchentliche Verbindung bietet den Kunden mehr Kapazität und eine noch größere Flexibilität bei der Planung ihrer Lieferketten“, sagt Marjut Linnajärvi, Vice President International Rail Operations and Sales von Nurminen Logistics.
Erweitert wird auch das Spektrum der transportierbaren Ladungen. Künftig kommt eine flexiblere Wagenflotte zum Einsatz, mit der sowohl Gefahrgut als auch eine größere Bandbreite an Containertypen befördert werden kann. Auch Teilladungen können in das Ganzzugsystem integriert werden.
Der im Regelbetrieb mehr als 500 m lange Zug transportiert derzeit vor allem Container mit Lebensmitteln und Getränken sowie Fliesen, Zellstoff, Holz, Papier und Stahl.
In zwei bis drei Tagen von Italien nach Schweden
Von Castelguelfo führt die Strecke über Chiasso, Basel, Hamburg und Padborg sowie über die Öresundbrücke und Malmö bis nach Frövi in der Region Örebro. Die Traktion übernimmt TX Logistik auf der gesamten Strecke mit Multi-Systemlokomotiven.
Die Transitzeit beträgt nach Unternehmensangaben rund zwei bis drei Tage. Damit positionieren TX Logistik und Nurminen die Verbindung insbesondere als Alternative für längere Straßentransporte zwischen Norditalien und Schweden.
Dass die Frequenz bereits wenige Monate nach dem Start verdoppelt wird, stärkt zugleich die Rolle des Korridors im Netzwerk von TX Logistik. Mit der zusätzlichen Abfahrt wird aus der zunächst einmal wöchentlich bedienten Verbindung ein regelmäßigeres Angebot für Warenströme zwischen Skandinavien und Norditalien.
