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Stadt Wien: Förderung für E-Lastenräder

Foto: Popova Valeriya / Shutterstock.com
"E-Lastenräder sind die zeitgemäße Antwort auf Logistikfragen und ein klimafreundliche, effiziente Lösung für die letzte Meile", sagt Birgit Hebein.
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Bis Ende 2021 stehen insgesamt 2,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit zwei neuen Förderschienen verstärkt Wien energieeffiziente Mobilitätsformen in der Stadt. Damit reagiert Wien auf notwendige Maßnahmen zur Erfüllung der Verkehrsziele in der Smart City Rahmenstrategie. Start der Förderaktion ist am 01. Februar 2020. Bis Ende 2021 stehen insgesamt 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Verkehrswende und zur Erreichung der Wiener Klimaschutz-Ziele ist der Ausbau von CO2-freien Mobilitätsformen, insbesondere der Elektromobilität unverzichtbar. Denn der Verkehrsbereich ist der größte Verbraucher von fossilen Energieträgern in Form von Benzin und Diesel. Fahrzeuge sollten in Zukunft gemeinschaftlich genutzt und mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Voraussetzung für die neuen Förderungen ist daher der Einsatz von Ökostrom.

Nachhaltige Logistik zum Standard erheben
Der städtische Raum bietet ein hohes Potenzial für nachhaltigen Wirtschaftsverkehr. Kurze Transportwege lassen sich mit elektrischen Lastenfahrrädern (Cargobikes) besonders umweltschonend und effizient abwickeln. Zudem tragen Lastenfahrräder zur Verkehrsentlastung auf Wiens Straßen bei. Die für Verkehr und Energieplanung zuständige Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: „E-Lastenräder sind die zeitgemäße Antwort auf Logistikfragen und eine klimafreundliche, effiziente Lösung für die letzte Meile. Die Förderung entspricht unserem Logistik-2030-Konzept, das wir gemeinsam mit Niederösterreich und der Wirtschaftskammer auf den Weg gebracht haben, und ist eine wichtige Maßnahme, um die Emissionen im Wirtschaftsverkehr zu senken. Mit insgesamt 40 Prozent ist der Verkehr der größte CO2-Produzent in der Stadt und damit ein wichtiger Hebel, um der Klimakrise etwas entgegenzusetzen.“

Einige Betriebe in Wien erledigen ihre Transporte und Zustellungen bereits mit elektrischen Lastenrädern. Wie etwa der Samariterbund Wien: „Alle Projekte des Samariterbundes übernehmen Verantwortung und stellen Nachhaltigkeit unter Beweis. So sind in Wien für die Auslieferung von ‚Essen auf Rädern‘ 21 Elektrolastenfahrräder im Einsatz, die einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Mitarbeiter, die sportliche Betätigung und nachhaltiges Engagement schätzen, sind damit nicht nur ökologischer unterwegs als mit Pkw, sondern oft auch schneller und immer kostengünstiger“, sagt Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens.

Attraktive Förderhöhe
Mit der neuen Förderung will die Stadt die Einführung von elektrischen Lastenfahrrädern im Wiener Wirtschaftsverkehr beschleunigen, denn gemäß Smart City Rahmenstrategie soll der Wiener Wirtschaftsverkehr bis zum Jahr 2030 weitgehend frei vom klimaschädlichen CO2 sein. Elektro-Lastenfahrräder mit Nutzlast ab 40 kg bis 100 kg erhalten maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten, bis maximal 2.000 Euro pro elektrischem Lastenfahrrad bzw. pro Elektrolastenanhänger. Große Elektro-Lastenfahrräder mit einer Nutzlast ab 100 kg erhalten maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten, bis maximal 4.000 Euro pro Fahrzeug. Zusätzlich belohnt die Stadt Wien die Umstellung mit 500 Euro pro Verkauf oder Verwertung eines mehrspurigen Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.


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