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Seehafen Kiel investiert in Güterumschlag und Umwelttechnologie

PORT OF KIEL
Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG und Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes schleswig-Holstein sind mit der Entwicklung des Seehafens Kiel sehr zufrieden.
PORT OF KIEL

Schleswig-Holstein unterstützt den erfolgreichen Kurs des Hafens

Der Kieler Hafen investiert in den Güterumschlag, Umwelttechnologie und die Verkehrsverlagerung auf die Schiene. Im Rahmen eines Hafenbesuches informierte sich Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein über aktuelle Hafenprojekte in der Landeshauptstadt. „Der Kieler Hafen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein konnten wichtige Projekte, wie der Ausbau des Ostuferhafens, realisiert werden“, so Staatssekretär Rohlfs. Heute werden in Kiel jedes Jahr über 7 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen und mehr als 2 Mio. Reisende abgefertigt. Thilo Rohlfs: „Mein Eindruck wurde bestätigt, dass der Kieler Seehafen sehr gut aufgestellt ist und sich bestens behauptet. Das Land Schleswig-Holstein wird diesen erfolgreichen Kurs auch in Zukunft begleiten und tatkräftig unterstützen.“ Im Rahmen einer Hafenrundfahrt informierte SEEHAFEN KIEL-Geschäftsführer Dr. Dirk Claus den Staatssekretär über aktuelle Investitionsvorhaben. Neben der Schaffung zusätzlicher Lkw-Vorstauflächen im Ostuferhafen sind dies der Bau eines dritten Rangiergleises am Schwedenkai sowie die Ausrüstung des Norwegenkais mit einer Landstromanlage.     

 

Mehr Vorstaufläche für Lkw im Ostuferhafen

Der PORT OF KIEL wird den Einfahrtsbereich des Ostuferhafens völlig neu gestalten. Hierfür ist beabsichtigt, von den Hallen der früheren Getreide AG die Schuppen 34 bis 36 abzubrechen. Mit diesem Teilabriss werden im Hafenvorfeld Flächen gewonnen, die einen vergrößerten Bereitstellungsraum für Lkw und Pkw ermöglichen. Die Arbeiten werden noch in diesem Sommer aufgenommen und sollen zum Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Durch die neue Einfahrtsituation werden bisher getrennte Vorstaubereiche zusammengefasst, Fahrwege verkürzt und insgesamt mehr Platz für die Lkw-Bereitstellung geschaffen. Dirk Claus: „Diese Maßnahme kommt sowohl den Fährverkehren der Reederei DFDS als auch dem Forstproduktgeschäft von SCA und Iggesund Paperboard zugute.“ Die Gesamtmaßnahme hat ein Investitionsvolumen von gut 7 Mio. Euro und umfasst den Hallenabbruch, eine Bodenaufbereitung, die Tief- und Straßenbauarbeiten sowie eine neue Beleuchtung des etwa 2,8 Hektar großen Areals. Die verkehrliche Erschließung des Vorfeldes erfolgt unverändert über die Grenzstraße zum Ostring.

 

Drittes Rangiergleis fördert Verkehrsverlagerung auf die Schiene

Um die Leistungsfähigkeit des kombinierten Ladungsverkehrs Schiff/Schiene weiter zu erhöhen, sind in Kiel zwei Ausbaumaßnahmen vorgesehen. Zum einen wird der Rangierbahnhof Kiel-Meimersdorf im Rahmen des Sofortprogramms Seehafen-Hinterlandverkehr II des Bundes dahingehend ertüchtigt, dass Güterzüge auch mit einer Länge von 740 m einfahren können. Zum anderen wird der Einfahrtbereich des Terminals am Schwedenkai mit einem dritten Rangiergleis ausgestattet. Die Bauarbeiten an diesem 1,25 Mio. Euro teuren Projekt sollen im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Dirk Claus: „Wie im Umweltkonzept des Kieler Hafens beschrieben, wollen wir eine möglichst große Anzahl von Hinterlandverkehren von der Straße auf die Schiene verlagern. Hierfür ist der Ausbau der Eisenbahninfrastruktur notwendig.“ Im vergangenen Jahr wurden in Kiel erstmals mehr als 30.000 Trailer und Container auf die Bahn verladen. „Die neue Frachtfähre der Color Line bietet zudem Chancen, weitere Direktzugverbindungen ab Kiel zu etablieren. Hiervon werden alle Hafenteile und Linienverkehre profitieren“, so der Hafenchef.    

 

Landstromversorgung für die Schiffe der Color Line

Das dritte zur Förderung durch das Land Schleswig-Holstein angemeldete Investitionsvorhaben ist die Ausstattung des Norwegenkais mit einer Landstromanlage. Bereits im kommenden Jahr sollen die Fähren der Color Line während der Hafenliegezeit zu 100 % mit Ökostrom versorgt werden. Für die Umsetzung dieser Maßnahme ist eine Investitionssumme von gut 1 Mi. Euro veranschlagt. Dirk Claus: „Am Norwegenkai entsteht die Pilotanlage für den Kieler Hafen. In den kommenden Jahren wollen wir dann auch das Kreuzfahrtterminal am Ostseekai sowie den Schwedenkai mit Landstromanlagen ausstatten.“ Aufgrund des hohen Strompreises fordert der Kieler Hafen eine Befreiung des Landstroms von der EEG-Umlage. Dirk Claus: „So wird ein wirtschaftlicher Anreiz geschaffen, um Emissionen während der Hafenliegezeiten weiter zu reduzieren.“


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