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Russlands Digitalisierungspläne

Foto: Shutterstock.com / Baturina Yuliya
Russland will zukünftig zu den weltweit führenden IT-Nationen gehören.
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Trotz internationaler Sanktionen und einer nur leicht wachsenden Wirtschaftskraft möchte Russlands Präsident Wladimir Putin sein Land zu einer führenden IT-Nation machen. Mit den folgenden Maßnahmen und Investitionen will er seinen ambitionierten Plan umsetzen.


Der "Smart City"-Hype hat auch Russland erfasst, denn Russland will zukünftig zu den weltweit führenden IT-Nationen gehören. So sagte es jedenfalls Präsident Wladimir Putin, als er Ende 2016 seine diesbezüglichen Pläne, die "Nationale Strategie Digitale Wirtschaft", präsentierte. 50 russische Städte mit insgesamt 50 Millionen Einwohnern sollen durch massive Investitionen in die digitale Infrastruktur in Milliardenhöhe smart werden. Vorreiter in Sachen digitale Entwicklung ist die Metropole Moskau, die es bereits 2017 zusammen mit St. Petersburg in die Liste der Top-100-Smart-Cities weltweit geschafft hat. Moskau liegt auf Platz 77 dieser Liste, während St. Petersburg den 88. Platz einnimmt. Bis 2020 soll in Russlands Hauptstadt beispielsweise das 5G-Mobilfunknetz fertig ausgebaut sein. Dieser Plan gilt genauso für alle anderen Städte mit mehr als einer Million Einwohnern. Bis 2025 soll die 5G-Versorgung in allen Ortschaften mit mehr als 1.000 Einwohnern Standard sein. In den Stadtzentren der russischen Metropolen ist zudem die Einrichtung von mindestens 60 drahtlosen Internet Access Points pro km2 geplant.

Smarte Region Ulyanovsk

Rund 700 km östlich von Moskau im Zentrum des europäischen Teils an der Wolga liegt die Stadt Ulyanovsk. Mit knapp 650.000 Einwohnern ist sie zwar keine der russischen Metropolen, trotzdem ist sie in einer Hinsicht bemerkenswert: Am östlichen Wolga-Ufer wächst im Hinterland der Stadt seit ein paar Jahren einer der dynamischsten und innovativsten Technologiecluster Russlands. 12,5 Milliarden Euro an Investitionen sind in den letzten zehn Jahren in diese Region geflossen. Im Industriepark "Zavolzhye" sind zahlreiche heimische und internationale Produktionsunternehmen aus der Flugzeug-, Automobil- und Maschinenbauindustrie beheimatet sowie das Nanotechnologiezentrum "Ulnanotech". Daneben entsteht gerade der sogenannte Technocampus 2.0, dessen Bauarbeiten 2018 abgeschlossen werden. Beide Projekte sind Teil einer noch größeren Vision: des Technologie-Tals. Das Mega-Projekt, das auch über PPP-Modelle (Public-Private-Partnership, also Partnerschaften zwischen der öffentlichen Hand und der privaten Wirtschaft) finanziert wird, soll auf einer Fläche von 2.000 ha den Industriepark "Zavolzhye", eine Sonderwirtschaftszone, den Flughafen Vostochny sowie eine Universität umfassen. Das Technologie-Tal soll zu einem der größten IT-Innovationscluster Russlands werden. Bereits jetzt sind dort wichtige Marktteilnehmer aus dem Software-Bereich anzutreffen. Der Cluster soll auch ein lebendiges Zentrum für IT-Start-ups werden. Ein "smartes" Infrastrukturprojekt der Stadt Ulyanovsk betrifft die ferngesteuerte automatisierte Kontrolle von Abholung und Sortierung des Mülls. Ein ähnliches Testprojekt läuft auch in Moskau.

Russlands Wirtschaftsentwicklung
Aber bei aller Innovationsfreude: Infrastrukturprojekte kosten Geld. Doch wie steht es eigentlich um Russlands Wirtschaft? Wie wirken sich die Wirtschaftssanktionen und der niedrige Ölpreis auf die Finanzkraft des Landes aus?


Die Fortsetzung dieser Story finden Sie in der morgigen Print-Ausgabe (VK 14/2018) oder im Austria Kiosk.

Weitere Aspekte:
- Die Auswirkungen der Sanktionen.
- Die zu realisierenden Mega-Projekte und ihre Ziele.
- Russlands Pläne zu einem globalen Logistik-Hub zu werden.



Weitere Themen in der Ausgabe 14/2018 ( + englische Ausgabe):

- Die Neue Seidenstraße bis nach Wien holen: Um die Neue Seidenstraße bis vor unsere Tür zu holen, muss das heimische Bahnnetz auf die Breitspur umgestellt werden. Sowohl Österreich als auch Russland arbeiten intensiv an der Umsetzung dieses Vorhabens.

- Wo der Wandel im Fokus steht: Der 34. Logistik Dialog der Bundesvereinigung Logistik Österreich beleuchtet am 12. und 13. April 2018 die Auswirkungen von neuen Technologien auf die Branche und die Menschen.

- Wie die Logistik hinter dem Grand Prix von Russland funktioniert: Seit 2014 finden F1-Rennen in Russland statt. Wie die Logistik dahinter funktioniert, erklärt Alexey Titov, CEO des Veranstaltungunternehmens Rosgonki, der neuerdings für die Rennen verantwortlich ist.

- Wünsche an die Politik: Franz Danninger, Fachgruppenobmann Wirtschaftskammer Oberösterreich


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