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Rail Cargo Group mit neuer Gesellschaft in China

Foto: ÖBB / RCG
Foto: ÖBB / RCG

Die RCG kann nun mit ihrer neuen Tochtergesellschaft in China ihre gesamte Logistikwertschöpfungskette samt speditioneller Zusatzleistungen in Asien direkt aus eigener Hand anbieten.

Die Rail Cargo Group (RCG) stärkt mit Jahresbeginn 2023 mit der neu in Shanghai gegründeten Tochtergesellschaft Rail Cargo International Freight Forwarding ihre Marktposition in Eurasien. Mit der vollwertigen lokalen Präsenz ist für die RCG erstmals eine direkte Vermarktung der eigenen Logistikdienstleistungen in China möglich. RCG-Vorstandssprecher Clemens Först betont: „Die neue RCG Gesellschaft stärkt unsere vertrieblichen Aktivitäten und reduziert die Abhängigkeiten von externen Partnern in China. Das ist ganz entscheidend, da die China-Geschäfte fast ausschließlich vor Ort abgeschlossen werden. Zusätzlich wollen wir unsere erfolgreiche Entwicklung entlang der Neuen Seidenstraße durch die Forcierung der Routenführung über den Mittelkorridor ausbauen.“ 

Seit Beginn der RCG-Aktivitäten mit dem ersten Testzug 2008 sind die Schienengüterverkehrsleistungen kontinuierlich angestiegen. Bis Ende 2016 wurden schrittweise die Abfahrten entlang der Seidenstraße gesteigert und im Jahr 2017 erfolgte der offizielle Markteintritt der RCG in China. Jährlich werden rund 600 Züge entlang der Routen der Neuen Seidenstraße von der RCG gefahren. Die Rail Cargo Group kann nun mit ihrer neuen Tochtergesellschaft in China ihre gesamte Logistikwertschöpfungskette samt speditioneller Zusatzleistungen in Asien – vom Trucking über Verzollung, Umschlag etc. – direkt aus eigener Hand anbieten. Das vereinfacht auch u.a. den Zugang zu den Kunden, den lokalen Partnern und den Zahlungsverkehr. 

Mittelkorridor als Alternative aufbauen
Das Netzwerk der RCG (TransNET) reicht schon jetzt über den gesamten eurasischen Kontinent bis nach China. Bis vor Ausbruch des Ukrainekriegs wurde für den Transport entlang der Neuen Seidenstraße primär der sogenannte Nordkorridor (d.h. von China über Russland bis nach Mittel- und Südosteuropa) verwendet. Als Alternative wird seit März 2022 von der Rail Cargo Group der Mittelkorridor (d.h. von China durch Kasachstan über Aserbaidschan/Georgien und das Schwarze Meer nach Rumänien und weiter nach Mittel- und Südosteuropa) forciert. Mit einer attraktiven Laufzeit schafft die RCG eine verlässliche Alternative zur See- und Luftfracht. Darüber hinaus lassen sich so die nach wie vor stark überlasteten Be- und Entladeseehäfen in Nord- und Südeuropa umgehen.


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