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Rail Cargo Group hält sich im Plus

© RCG/David Payr

Im Güterverkehr hat sich das wirtschaftliche Umfeld 2019 neuerlich verschärft. Diese Eintrübung drückte stark auf das Ergebnis des ÖBB Güterverkehrs.

Güterverkehr hält sich im Plus
Im Güterverkehr hat sich das wirtschaftliche Umfeld 2019 neuerlich verschärft. Unabhängig vom durch die Coronakrise bedingten Wirtschaftseinbruch hat sich die Konjunktur bereits davor deutlich abgeschwächt. Diese Eintrübung drückte 2019 stark auf das Ergebnis des ÖBB Güterverkehrs. Demnach ist das EBT der Rail Cargo Group deutlich auf 5,1 Millionen Euro gesunken.
„Die Lage im Güterverkehr ist für alle europäischen Bahnen herausfordernd. Nichtsdestotrotz ist die Rail Cargo Group (RCG) eine der wenigen Güterbahnen Europas, die 2019 positiv wirtschafteten. Zur nachhaltigen Absicherung des Schienengüterverkehrs braucht es aber künftig auch verkehrspolitische Maßnahmen auf EU-Ebene, damit der Wettbewerb zwischen Schiene und Straße ein Stück weit fairer wird“, resümiert ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä bei der Präsentation der ÖBB Bilanz 2019.

Personenverkehr schafft Höchststand von 267 Millionen Fahrgästen im Zug
Mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019 schaffte der ÖBB Personenverkehr neuerlich einen Fahrgastrekord auf der Schiene. 267 Millionen Menschen waren im Vorjahr mit dem Zug unterwegs. Unter Berücksichtigung der Fahrgäste, die den Postbus nutzten, ergibt sich ein Volumen von 477 Millionen. Wirtschaftlich ist der ÖBB Personenverkehr ein stabiler Ergebnisbringer und konnte beim EBT nochmals leicht auf 100,1 Millionen Euro zulegen.
ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä: „Besonders erfreulich war, dass der neuerliche Fahrgast-Zuwachs mit Höchstwerten bei der Kundenzufriedenheit einhergegangen ist. Zulegen konnten sowohl der Nah- als auch der Fernverkehr. Für uns ein klarer Auftrag, unser Angebot langfristig weiter auszubauen.“

Mit Investitionen die Zukunft sichern
Die ÖBB Infrastruktur hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 2 Milliarden Euro in eine moderne Bahninfrastruktur investiert. Dazu zählen laufende Projekte ebenso wie die Modernisierungen von Bahnhöfen oder Güterterminals und Investitionen in die Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Qualität und Sicherheit. Bei den großen Baurojekten wurden wichtige Meilensteine erreicht. Die 130 Kilometer lange Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt ist zu 100 Prozent in Bau. Sowohl beim Semmering Basistunnel als auch beim Brenner Basistunnel sind jeweils rund 50 Prozent der notwendigen Tunnelsysteme gegraben. Der Ausbau der Pottendorferlinie schritt planmäßig voran, ebenso der Ausbau der Strecke Wien – Bratislava. Die ÖBB Infrastruktur nimmt eine führende Rolle in Sachen Innovation und Digitalisierung ein: neben der Erhöhung des Automatisierungsgrads und der laufenden Digitalisierung von Prozessen wurden zahlreiche F&E-Projekte umgesetzt.

Herausfordernder Ausblick
Die Coronakrise wird auch bei den ÖBB Spuren hinterlassen. ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä: „Wir haben rasch Maßnahmen zur Stabilisierung des Unternehmens gesetzt und die Liquidität gesichert. Dennoch wird das Ergebnis 2020 einen Dämpfer erleiden. Der Güterverkehr steht dabei besonders unter Druck.“ 
Im aktuell gültigen Rahmenplan sind Investitionen in die Bahninfrastruktur von mehr als 2,4 Milliarden Euro für 2020 vorgesehen. "Diese Projekte schaffen laufend starke regionale, heimische Wertschöpfung und sind eine wesentliche Stütze für die heimische Konjunktur. Durch die im Regierungsprogramm geplante Erhöhung der Rahmenplaninvestments um weitere fünf Prozent wird ein zusätzlicher Impuls möglich. So können arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Ziele optimal mit nachhaltigen Investitionen in den Klimaschutz verzahnt werden.", so Matthä.

 

 


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Der Podcast der Internationalen Wochenzeitung Verkehr in Kooperation mit Julia Schütze.

Hören Sie hier das Interview mit Andreas Matthä, CEO der ÖBB Holding.

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