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„Ich warne vor unnötigen Kündigungen!“

Bildrecht: WKO

Wir sprachen mit Alfred Wolfram, Obmann Fachverband Spedition und Logistik der Wirtschaftskammer Österreich über die aktuellen Auswirkungen der Coronakrise auf die heimischen Unternehmen.

Verkehr:In welchen Bereichen hat die heimische Transport- und Logistikbranche derzeit mit den größten Herausforderungen und Behinderungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen? und was tut die Wirtschaftskammer Österreich aktuell dagegen?
Alfred Wolfram: Wir sehen uns mit einem drohenden Lkw-Fahrermangel konfrontiert. Aus diesem Grund haben wir zur Förderung des Austauschs eine Online-Fahrerbörse eingerichtet (www.wko.at/lenkerboerse). Damit sollen Unternehmen mit aktuellem Bedarf an Lkw-Fahrern (zB aufgrund Grenzschließungen) die Möglichkeit erhalten, mit anderen Unternehmen in Kontakt zu treten, die im Moment ihre Lenker nicht beschäftigen können (zB Buslenker mit passenden Lenkberechtigungen). Wir nehmen jedoch keine Vermittlungen vor, sondern bieten lediglich eine Plattform zur kostenlosen Schaltung von Inseraten an. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann direkt zwischen den beteiligten Unternehmen.
Ein weiteres Problem sind die langen Grenzwartezeiten. Hier sind wir im engen Kontakt mit den Aussenhandelsstellen u.a. in Ungarn, Rumänien und Bulgarien, um den Warenverkehr zu sichern.

Was müsste von Seiten der heimischen Bundesregierung speziell jetzt für die Transport- und Logistikbranche getan werden?
Wolfram: Unterstützung bei Vermeidung von Grenzstaus und dass unsere Lkw-Fahrer aus den angrenzenden Staaten HU, SK, etc weiter einreisen können um ihren Dienst machen zu können.

Wie beurteilst Du die bis jetzt gesetzten Schritte der österr. Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus?
Wolfram: Ich begrüße die Schritte die bisher gesetzt wurden und kann unserer Regierung nur für das Krisenmanagement mein Lob aussprechen.

Gibt es noch etwas Wichtiges zum Coronavirus aus Ihrer Sicht zu sagen?
Wolfram: Wir sollten uns alle bewußt sein, das ist die größte Krise seit dem 2 Weltkrieg, und wir haben uns Gedanken zu machen wie wir uns alle vor dem Virus schützen und uns vorbereiten wie wir nach der Krise wieder die System hochfahren. Ich warne vor unnötigen Kündigungen! Wir werden das Personal auch in einigen Woche wieder benötigen und finde die Lösung mit Kurzarbeit für unsere Branche als gut und praktikabel.


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