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Die Flächenknappheit an den Airports erfordert neue Konzepte

Foto: Aircargo Club Deutschland
Beim ACD-Forum diskutierten Immobilienentwickler und Flughafenvertreter mit den Nutzern über Ansprüche an Logistikimmobilien.
Foto: Aircargo Club Deutschland

Beim ACD-Forum zum Thema Luftfrachtimmobilien wurden der Mangel an Flächen und die langsame Bürokratie diskutiert.

Wachsende Transportaufkommen lassen den Bedarf an geeigneten Luftfrachtimmobilien kontinuierlich steigen. An vielen Airports gibt es jedoch zu wenige Flächen für neue Projekte. Hinzu kommt, dass behördliche Genehmigungsprozesse bei der Ausweisung neuer Flächen langwierig sind und so die Situation zusätzlich verschärfen. Über die sich daraus ergebenden Herausforderungen und Lösungsansätze diskutierte der Aircargo Club Deutschland (ACD) am Flughafen Frankfurt mit Anbietern und Nutzern. Im Spannungsfeld des Vortrags von Brendan Sullivan (Head E-Commerce and Cargo Operations bei der IATA) zum Thema "Cargo Facility of the Future" und den folgenden Einschätzungen zum Logistikimmobilienmarkt in Deutschland von Rainer Koepke (Managing Director, Head of Industrial & Logistics bei CBRE) wurde die Diskrepanz deutlich. "Deutschland kleckert, während international insbesondere bei neu gebauten Flughäfen geklotzt wird", kritisierte der ACD-Präsident Christopher W. Stoller und richtete zugleich einen Appell an die Politik: "Effizientere Genehmigungsprozesse sind dringend erforderlich. Die zu langen Bearbeitungszeiten sind im Hinblick auf den wachsenden Bedarf der Wirtschaft nicht hinnehmbar."

Neue Konzepte
Neue Konzepte wie etwa mehrgeschossige Frachtlager oder Hybridflächen sind in der Lage, die knappe Ressource effizienter zu nutzen. Auch die Möglichkeiten mittels digitaler Vernetzung an den Standorten die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, spielen eine zunehmend wichtigere Rolle. Dass es auch in Deutschland zukunftsweisende Ansätze gibt, zeigten die Diskussionen zwischen Immobilienentwicklern sowie Flughafenvertretern und den Nutzern. "Wir brauchen ein neues Denken in unserem Land - Logistiker werden aus den Städten und den Flughafenstandorten herausgedrängt. Ideal wäre, wenn wir unterirdische Tunnelanlagen bauen könnten, wo aus der Ferne Paletten und Luftfrachtcontainer sicher in die vorgesehenen Flughafenbereiche per Pipeline transportiert werden", forderte Francisco J. Bäher, Geschäftsführer Four Parx GmbH.

Luftfrachtimmobilien stellen ein besonderes Segment mit ganz speziellen Anforderungen dar. Zusätzlich zu dem nur begrenzt verfügbaren Angebot mit Vorfeldzugang im Flughafen und den erhöhten Sicherheitsbestimmungen kommen je nach Frachtart weitere Kriterien von entscheidender Bedeutung hinzu. Bei temperatursensiblen Gütern wie Fruchttransporte oder Pharmaprodukten braucht es beispielsweise eigene Kühllager, bei Tiertransporten speziell dafür geeignete Bereiche. In einer globalisierten Wirtschaftswelt leistet die Luftfracht einen wichtigen Beitrag zur verbesserten Vernetzung von Warensendern und -empfängern. Das gelingt jedoch nur, wenn auch die passende Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird.


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