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DHL: 150 Millionen Euro für mehr Qualität

Foto: DPDHL
Die Investitionsoffensive in Zahlen: 5.000 neue Stellen, 500 neue Partner-Filialen und Paketshops sowie 1.000 zusätzliche Packstationen. Zusätzlich sollen 400 neue Zustellbasen und -depots gebaut werden.
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Das Unternehmen möchte in Personal, die weitere Automatisierung sowie den Ausbau der Post- und Paketinfrastruktur investieren.

Die Deutsche Post DHL Group plant weitere Maßnahmen für die Verbesserung der Qualität im Post- und Paketgeschäft in Deutschland. So will das Unternehmen die bereits im vergangenen Jahr angekündigten jährlichen Investitionen in Höhe von bis zu 150 Millionen Euro für Personal, weitere Automatisierung sowie den Ausbau der Post- und Paketinfrastruktur verwenden. "Wir werden weiter intensiv an unserem Service und Kundenversprechen arbeiten. Damit kommen wir auch den Forderungen nach, die derzeit von der Politik öffentlich gemacht werden", sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post DHL Group.

Investitionen in Personal
Wesentlicher Bestandteil des Qualitätsprogramms sind die Mitarbeiter: Im Gesamtjahr 2018 hat der Konzern rund 5.000 neue dauerhafte Vollzeitstellen im Post-und Paketbereich in Deutschland geschaffen, die tariflich abgesichert sind. Auch im laufenden Jahr plant das Unternehmen mindestens 5.000 weitere neue Stellen in diesem Bereich, auch um die Qualität der "letzten Meile" signifikant zu erhöhen. Dadurch verbessert sich zum Beispiel die kurzfristige Planbarkeit bei krankheitsbedingten Ausfällen und die Bearbeitung von Sendungsspitzen. Gleichzeitig können Sendungsverzögerungen, z.B. durch mengenbedingte Abbrüche der Zustellung am Ende der Arbeitszeit, weiter reduziert werden. Ein wichtiger Teil der langfristigen Personalplanung ist auch die eigene Ausbildung und spätere Einstellung von 450 eigenen Lkw-Fahrern. Damit reagiert das Unternehmen auf den Fahrermangel in der Transportbranche. Insgesamt will das Unternehmen verstärkt in seine Mitarbeiter investieren und das konzerneigene Zertifizierungsprogramm beschleunigt ausrollen.

Automatisierung und Infrastruktur
Der zweite wichtige Baustein der Offensive ist die weitere Automatisierung im Betrieb. Hier beschafft der Konzern aktuell in Deutschland weitere neue sogenannte "Gangfolge-Sortiermaschinen", die die Sendungen in den Briefzentren in der effizientesten Gangfolge vorsortieren und damit die Arbeit der Zusteller erleichtern und Fehler reduzieren. Darüber hinaus installiert die Deutsche Post in allen Paketzentren eine neue Lesetechnik, mithilfe derer der Sendungscode auf dem Label des Pakets schneller und zuverlässiger gelesen wird. Diese Technik ermöglicht die effizientere Bearbeitung im Paketzentrum und vermeidet Verzögerungen von Sendungen. Zudem wird das Unternehmen weitere 500 Partner-Filialen und Paketshops sowie 1.000 zusätzliche Packstationen bundesweit in Betrieb nehmen, um den Service für seine Kunden weiter zu verbessern. Darüber hinaus testet die Deutsche Post neue Filialkonzepte, wie zum Beispiel Selbstbedienungsautomaten und Drive-in-Stationen zur Einlieferung und Abholung von Sendungen. Außerdem wird die Deutsche Post DHL Group weiter in die Stärkung ihrer postalischen Infrastruktur vorwiegend in ländlichen Gebieten investieren, beispielsweise in mehr als 400 neue Zustellbasen und -depots in der Verbundzustellung, d.h. der kombinierten Zustellung von Briefen und Paketen. In Bochum eröffnet das Unternehmen in diesem Jahr ein neues Mega-Paketzentrum mit einer Sortierkapazität von 50.000 Sendungen pro Stunde. An dem neuen Standort schafft die Deutsche Post DHL Group 600 neue Arbeitsplätze. 


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