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Helmut Schweighofer (rechts), CEO von DB Schenker in Österreich und Südosteuropa und Michael Meyer (links), CFO von DB Schenker in Österreich und Südosteuropa, bei der Bilanz-Pressekonferenz in Wien.
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DB Schenker erzielte 2017 Rekordumsatz in SEE

DB Schenker Österreich und Südosteuropa zieht über das Vorjahr eine zufriedenstellende Bilanz und setze weitere Investitionsschwerpunkte

Es lief gut für den Spediteur DB Schenker in Österreich und in den 13 weiteren Ländern in Südosteuropa einschließlich der Türkei. Das Unternehmen konnte 2017 mit einem Umsatz von 1,48 Milliarden Euro und einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor in dieser Region abschließen. Hinter diesem Umsatz stehen mehr als 10 Millionen transportierte Frachtsendungen im Landverkehr, mehr als 200.000 Sendungen im Luftfrachtbereich und 132.000 Seefracht-Ladungen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Resultat und sind organisch gewachsen", kommentierte Helmut Schweighofer, CEO von DB Schenker Österreich und Südosteuropa Anfang dieser Woche bei der Vorlage der Zahlen für 2017. In Österreich hat der Logistiker, der 1872 von Gottfried Schenker in Wien gegründet worden ist, 637 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, was einem Plus von drei Prozent entspricht. Das Luftfrachtgeschäft stieg in Österreich um 21 Prozent, der Landverkehr um 6 Prozent und die Aktivitäten im Bereich der Kontraktlogistik um 14 Prozent. Lediglich bei der Seefracht hat DB Schenker in Österreich im Vorjahr um vier Prozent verloren, was CFO Michael Meyer mit den schwierigen Verhältnissen und den volatilen Frachtraumkapazitäten in der globalen Schifffahrt begründete. In den anderen Schenker-Ländern hat sich Seefracht stabil entwickelt.

Investitionen in der Region
Das Unternehmen, das in Österreich 2.000 und Südosteuropa 5.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat im Vorjahr 20 Millionen Euro in der Region investiert. Schweighofer nannte als Beispiele die neue Landeszentrale in Istanbul, die Expansion der Fazilitäten in Sofia und Bukarest und in Tschechien. Heuer nimmt man 40 Millionen Euro für weitere Investments in die Hand. An den Standorten in Ried im Innkreis und Linz sollen die Kapazitäten erweitert werden. Noch mehr möchte DB Schenker im Jahr 2019 investieren, wenn in Vomperbach in Tirol eine neue zentrale Speditionsanlage entsteht und folglich die jetzigen Standorte Innsbruck und Kufstein aufgelöst werden.

Digitalisierung im Fokus
"Strategisch konzentrieren wir uns auf die Digitalisierung. Wir wollen die gesamte Supply Chain digitalisieren", kündigte Schweighofer an. Die österreichischen Standorte werden künftig in den Bereichen Luft- und Seefracht von administrativen Aufgaben entbunden und sollen so mehr Spielraum bekommen, sich um die Kunden zu kümmern. Verkehrspolitisch wünscht sich Schweighofer in Österreich einen intensiveren Dialog hinsichtlich alternativer Antriebstechnik bei den Fahrzeugen im Straßenverkehr. Gerade in der urbanen Logistik ist das ein großes Thema und hier sollte die Politik Anreize schaffen, damit E-Fahrzeuge und andere emissionsarme Transportmöglichkeiten gute Chancen zur Entwicklung haben. Löblich hält der Manager, dass im Regierungsprogramm die Logistik einen so prominenten Raum einnimmt und die Regierung offenbar entschlossen sei im Sinne der Transportwirtschaft zu handeln. DB Schenker setzt schon auf die grüne Karte: Am Standort Linz beispielsweise werden Flurförderfahrzeuge mit Wasserstoff betankt.


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