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Logistikbranche tagte am Salzburg Airport

v.l.n.r.: Gerald Gregori, Vizepräsident der Bundesvereinigung Logistik Österreich, Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin Salzburg Airport, Hannes Staubmann, Regional Büro Salzburg Oberösterreich Vorstandsmitglied (cargoe GmbH & Co KG) und Harald Schwarz, MIB Manager Business Development Airfreight & Logistics (Salzburg Airport). Bildrecht: Salzburger Flughafen GmbH

Diskutiert wurden die Herausforderungen in der Luftfracht

Am 1. Oktober fand am Salzburger Flughafen das Treffen der Bundesvereinigung Logistik Österreich statt und dieses stand ganz im Zeichen der Herausforderungen für die Luftfracht in den nächsten Jahren. Wie können sich die Anbieter am Markt noch besser platzieren? Was wird die Branche in den nächsten Jahren erwarten? Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um CO² freundlich im Sinne des Klimaschutzes zu wachsen?

Letzte Woche traf sich die Luftfracht- und Logistikbranche am Flughafen, um von Profis alles zu den Themen Zollabwicklung, Pharmahandling, Gefahrengut, Wertfracht, Bau von Flugzeugpalletten und vieles mehr zu erfahren. „Unser Standort ist einzigartig und das Know-how unseres Cargo-Teams ist äußerst wertvoll. Langjährige Erfahrung im Frachtumschlag passt hier perfekt zu größtmöglicher Flexibilität im Team,“ so Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin des Salzburger Flughafens.

Potential hat der Flughafen Salzburg genug, denn Platz für Erweiterungsmaßnahmen sind vorhanden. Momentan sind zwar keine Investitionen für Erweiterungsmaßnahmen geplant, denn Luftfracht steht hier eindeutig an zweiter Stelle. Mit einem Verhältnis von 9:1 liegt das Hauptgeschäft eindeutig im LKW-Verkehr, der im Cargo Gebäude „umgeschlagen“ wird.

„Unsere Priorität liegt darin, die vorhandene Anzahl von Linien- und Charterflügen noch besser für den Transport von Fracht zu nutzen. Die notwendige Ausrüstung ist vorhanden und wir treffen uns regelmäßig mit unseren Kunden, tauschen aktuelle Markttrends und -bedürfnisse aus und überlegen, welche Lösungen zum richtigen Zeitpunkt am besten geeignet sind. Unsere Zukunft sehen wir in Mehrwertdiensten wie Abholservice, Etikettierung, Verpackung, DGR-Check, Füllen, Kleben und Screening. In unseren Überlegungen ist natürlich auch das Thema CO²-Reduktion nicht wegzudenken. Besonders stolz bin ich auf unser neuestes Produkt - ein täglicher Sammeltransport von SZG nach VIE. Durch die zentrale Koordinierung aller unserer Partner können wir auf diese Weise LKWs auf der Straße reduzieren und 126 Tonnen CO² pro Jahr einsparen,“ freut sich Harald Schwarz, Manager Business Development Luftfracht & Logistik am Salzburg Airport. Bei dem Branchenevent am Airport wurde immer wieder die Frage gestellt, wie die Anforderungen von Luftfracht und Logistik mit denen eines internationalen Flughafens kombiniert werden können. Die zentralen Überlegungen gingen dabei nicht um Maximierung des Luftfrachtvolumens, sondern um die zugrundeliegende Logistik der Gesamtfracht. Heute ist es wichtiger denn je, Marktnischen zu finden und dort zu investieren.

„Es machte schon Sinn, dass die Tagung des BVL am Salzburger Flughafen stattfand. Nicht nur, dass Salzburg der zweitgrößte Airport in Österreich ist, wir sind auch der erste Flughafen in Österreich, der Mitglied bei der AUSTRIAN LOGISTICS geworden ist,“ so Schwarz weiter. Gegründet wurde AUSTRIAN LOGISTICS im Rahmen der Logistikinitiative vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gemeinsam mit der Bundesvereinigung Logistik Österreich, der Industriellenvereinigung, dem Verein Netzwerk Logistik, der Wirtschaftskammer Österreich und dem Zentralverband Spedition & Logistik. Ziel ist es, die exzellenten, weltweit erbrachten Leistungen österreichischer Logistik hervorzuheben. Außerdem sollen der ganzheitliche Nutzen der Disziplin Logistik und ihr vernetzender Beitrag zur Wirtschaft aufgezeigt werden.


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