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Neben aktuellen Entwicklungen in der Energiebranche, deren Einfluss auf die Lieferkette und aufkommende Lösungen, beinhaltet das White Paper auch einen Best Practice Fall aus dem Sechuan–Becken in China. (Bild: DHL)

Anforderungen an Lieferketten in der Energiebranche

DHL hat ein neues White Paper über das Lieferkettendesign für Unternehmen aus der Energiebranche veröffentlicht.

Es empfiehlt Logistikentscheidern, die traditionellen Lieferkettenmodelle in der Energiebranche zu überdenken und einen integrierten Ansatz zu implementieren, bevor die Logitsik beträchtliche Mehrkosten verursacht und die Marge schwächt. Der Bericht basiert auf Forschungsarbeit von Lisa Harrington, Präsidentin der lharrington group LLC und Associate Director am Supplay Chain ManagementCenter der Robert H. Smith School of Business der University of Maryland. Sie rät zu einer "intelligenteren" Lieferkette: ein sorgfältig organisiertes, datengestütztes End-to-End-Modell, das Transparenz und Zuverlässigkeit erhöht sowie Kosten und Risiken reduziert.

Die Öl- und Gasindustrie befindet sich durch die Förderung neuer unkonventioneller Energieressourcen wie Schiefergas, Tight Oil, Flüssigerdgas und Ölsanden im Umbruch. Laut dem BP Energy Outlook 2030 verdreifacht sich die Schiefergasproduktion bis 2030, die Produktion von Tight Oil soll sogar mehr als sechs Mal größer sein als heute. Anders als bei konventionellem Öl, erfordert die Förderung unkonventioneller Energiequellen höhere und kontinuierliche Investitionen. Das Eagle Ford Shale Feld im Süden Texas' hat zum Beispiel mehr als 250 Förderquellen, für die mehr als 6.000 Bohrungen durchgeführt werden mussten. Außerdem befinden sich die weltweiten Ölreserven nicht mehr ausschließlich im Nahen Osten, Afrika und Russland, sondern oft in abgelegenen Gebieten, die noch entwickelt werden müssen.

Die im White Paper zitierten Entscheider bekennen, dass Energieunternehmen sich oft mit der Komplexität der Lieferkette schwer tun. Eine besondere Herausforderung sei die mangelnde Transparenz und Berechenbarkeit, wenn sie mit mehreren Partnern an zahlreichen Bohrstandorten zusammenarbeiten. Folgerichtig stoßen sie oft auf Probleme beim Managen von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltfragen und kämpfen mit Datenmanagement zur Erfolgsmessung. Infolgedessen kompensieren die Unternehmen Risiken mit hohen Lagerbeständen und kostenintensiven ad-hoc Charterflügen, um Inventar vor Ort zu haben.

Nach Meinung von Lisa Harrington überwindet ein End-to-End Lieferkettenmodell mit einer übergeordneten Kontroll-Funktion diese Herausforderungen: "Der Ansatz ist in anderen Branchen wie der Automobilindustrie sehr erfolgreich. Dort ist die Lieferkette ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, da sie die Flexibilität erhöht und Kosten sowie Risiken reduziert. Die Frage ist, ob Energieunternehmen selbst in die Infrastruktur und das Personal investieren wollen, die eine integrierte, gut funktionierende, globale Lieferkette erfordert, oder ob sie es nicht bevorzugen dies an Logistikdienstleister abzugeben, die von einem LLP gesteuert werden."


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