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Siemens Mobility errichtet im obersteirischen Trieben einen neuen Standort für die Wartung von Schienenfahrzeugen. Das Unternehmen hat dafür das ehemalige RHI-Gelände übernommen und bereits mit ersten Bauarbeiten begonnen. Künftig sollen dort sowohl Siemens-Fahrzeuge als auch Züge anderer Hersteller instandgehalten werden.
Als potenzielle Kunden nennt Siemens Mobility Eisenbahnunternehmen aus Österreich und den angrenzenden Ländern. Die Lage in Trieben soll dabei insbesondere kurze Zuführungswege ermöglichen und die Stillstandszeiten der Fahrzeuge reduzieren.
Erste Wartungshalle entsteht
In einem ersten Schritt errichtet Siemens Mobility eine Leichtbauhalle für Triebfahrzeuge. Sie soll witterungsunabhängige Wartungsarbeiten ermöglichen und Anfang 2027 in Betrieb genommen werden. Der konkrete Termin hängt nach Unternehmensangaben vom Baufortschritt und den Witterungsbedingungen ab.
Mit dem neuen Standort entstehen auch zusätzliche Arbeitsplätze. Wie viele MitarbeiterInnen Siemens Mobility in der ersten Ausbaustufe in Trieben beschäftigen will, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Das Unternehmen hält sich zugleich eine deutlich größere Erweiterung offen. In einer weiteren Phase ist eine zusätzliche Wartungshalle vorgesehen. Dort könnten künftig auch umfangreiche Instandhaltungsarbeiten bis hin zu Unfallreparaturen an unterschiedlichen Schienenfahrzeugtypen durchgeführt werden.
Ob und in welchem Umfang diese zweite Ausbaustufe umgesetzt wird, soll von der Nachfrage der Bahnbetreiber in Österreich und den Nachbarländern abhängen.

Dritter Siemens-Mobility-Standort in der Steiermark
Trieben wird die dritte Betriebsstätte von Siemens Mobility in der Steiermark. In Graz betreibt das Unternehmen sein Weltkompetenzzentrum für Schienenfahrzeuge mit rund 1.600 MitarbeiterInnen und einem Exportanteil von mehr als 90 Prozent.
Erst im Juni 2026 eröffnete Siemens Mobility zudem einen neuen Fertigungs-, Service- und Logistikhub in Fürstenfeld. Rund 40 Millionen Euro wurden dort investiert, 150 Arbeitsplätze sind an dem Standort angesiedelt.
Mit Trieben erweitert Siemens Mobility nun insbesondere seine Kapazitäten im Servicegeschäft. Der Grundstückskauf schafft dabei die Möglichkeit, den Standort bei entsprechender Nachfrage schrittweise zu einem größeren Instandhaltungszentrum für Schienenfahrzeuge aus Mitteleuropa auszubauen.
Weitere Informationen unter www.siemens.at/mobility
