Quehenberger E-LKW | ©Quehenberger Logistics
Der Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge gewinnt im österreichischen Straßengüterverkehr zunehmend an Bedeutung. Quehenberger Logistics setzt dabei auf einen schrittweisen Ausbau seiner Flotte und will die Elektromobilität langfristig in seinen Transportbetrieb integrieren.
Bis Jahresende 2026 soll die Zahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge von 13 auf 24 steigen. Nach Unternehmensangaben würden damit rund 60 Prozent der österreichischen Eigenflotte elektrisch betrieben. Für die Jahre 2027 und 2028 ist die Anschaffung von insgesamt 50 weiteren Elektrofahrzeugen vorgesehen.
„Wir sind überzeugt, dass die Elektromobilität ein wesentlicher Teil der Zukunft des Gütertransports ist“, erklärt Christian Fürstaller, CEO von Quehenberger Logistics. Deshalb werde neben den Fahrzeugen auch die erforderliche Ladeinfrastruktur ausgebaut.
Wirtschaftlicher Einsatz entscheidet
Quehenberger beschäftigt sich bereits seit 2018 mit Elektromobilität im Güterverkehr. Die dabei gesammelten Erfahrungen fließen nach Unternehmensangaben in die Fahrzeugauswahl, die Routenplanung und die Schulung der Fahrer ein.
Entscheidend für den wirtschaftlichen Betrieb ist aus Sicht des Logistikdienstleisters, Elektro-Lkw gezielt auf geeigneten Strecken einzusetzen. Besonders die urbane Distribution und regelmäßig wiederkehrende Transportverbindungen bieten dafür günstige Voraussetzungen.
„E-Mobilität im Güterverkehr funktioniert nicht nach dem Gießkannenprinzip“, betont Andreas Letsch, Managing Director bei Quehenberger Logistics. „Der Schlüssel liegt in der präzisen Analyse der Einsatzprofile, der strategischen Routenplanung und der intelligenten Integration in bestehende Logistikprozesse.“
Damit rückt neben der Reichweite der Fahrzeuge vor allem die Frage in den Mittelpunkt, wie sich Ladezeiten, Transportaufträge und bestehende Betriebsabläufe aufeinander abstimmen lassen.
Eigene Ladeinfrastruktur wird erweitert
Parallel zur Beschaffung zusätzlicher Elektrofahrzeuge investiert Quehenberger in den Ausbau der Ladeinfrastruktur an seinen österreichischen Standorten. Vorgesehen sind weitere Ladepunkte für Lkw und Pkw.
Eine leistungsfähige eigene Infrastruktur soll die Einsatzplanung erleichtern und die Abhängigkeit von öffentlichen Lademöglichkeiten reduzieren. Insbesondere bei planbaren Transporten können Fahrzeuge dadurch während betrieblicher Standzeiten geladen werden.
Konkrete Angaben zum Investitionsvolumen, zur Anzahl der geplanten Ladepunkte oder zu den Fahrzeugmodellen macht das Unternehmen nicht.
Steigende Nachfrage nach emissionsarmen Transporten
Mit dem Flottenausbau reagiert Quehenberger auch auf die Anforderungen seiner Auftraggeber. Nach Angaben des Unternehmens steigt die Nachfrage nach Transportlösungen, die geringere Emissionen verursachen.
„Unsere Kunden erwarten zunehmend nachhaltige Logistiklösungen“, erklärt Andreas Letsch. Mit der wachsenden Elektroflotte wolle Quehenberger diesen Anforderungen entsprechen.
Der Logistikdienstleister mit Sitz in Straßwalchen ist auf Transport- und Logistiklösungen für Industrie und Handel spezialisiert. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur deutschen Geis Gruppe und beschäftigt rund 4.000 Mitarbeitende an 67 Standorten in zehn Ländern.
Mit der geplanten Erweiterung seiner Elektroflotte setzt Quehenberger auf eine stärkere Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs. Ob sich der Einsatz in größerem Umfang wirtschaftlich rechnet, hängt neben den Fahrzeugkosten insbesondere von geeigneten Transportprofilen und einer ausreichenden Ladeinfrastruktur ab.
