Für Maersk ist Herleshausen Teil des Ausbaus seines Kontraktlogistikgeschäfts. | © Martin Herzog
Nach dem schrittweisen Hochlauf seit August hat Maersk nun auch den Outbound-Betrieb seines neuen Logistikzentrums in Herleshausen gestartet. Von dort wird die eingelagerte Ware an deutsche und weitere europäische Auslieferungszentren des nicht genannten E-Commerce-Kunden verteilt.
Maersk hat die Flächen im „Panattoni Park Bad Hersfeld Ost“ langfristig gemietet. Insgesamt stehen dem Logistikkonzern 71.800 Quadratmeter zur Verfügung. Davon entfallen 62.800 Quadratmeter auf Lagerflächen, weitere 6.100 Quadratmeter auf Mezzaninflächen und 2.900 Quadratmeter auf Büros. Die Lagerbereiche sind mit knapp zwölf Meter hohen Stahlregalen ausgestattet.
Der Standort liegt unmittelbar an der Autobahn A4 und damit an einer wichtigen Ost-West-Verbindung für Warenströme innerhalb Deutschlands und in angrenzende europäische Märkte.
Maersk baut Kontraktlogistik aus
Für Maersk ist Herleshausen Teil des Ausbaus seines Kontraktlogistikgeschäfts in Deutschland. Der Konzern erweitert damit seine Lager- und Distributionskapazitäten und verknüpft diese mit seinem Angebot entlang der Lieferkette.
„Herleshausen ist der ideale Standort als zentrale Drehscheibe für Warenströme innerhalb Deutschlands und in den angrenzenden europäischen Märkten“, sagt Ole Trumpfheller, Leiter der Maersk Area Northern Europe Continent.
Das neue Zentrum sei zugleich eine Reaktion auf das Wachstum in der Kontraktlogistik. „Unser jüngstes Logistikzentrum ist eine ideale Ergänzung unseres Portfolios in Deutschland angesichts des starken Wachstums unseres Kontraktlogistikgeschäftes und unterstützt unseren Integrator-Fokus“, so Trumpfheller.
Bis zu 400 reguläre Arbeitsplätze
Mit dem vollständigen Hochlauf soll auch die Belegschaft deutlich wachsen. Derzeit beschäftigt Maersk nach eigenen Angaben rund 150 Mitarbeiter am Standort. Perspektivisch sollen in Herleshausen zwischen 300 und 400 Arbeitsplätze entstehen.
Deutlich höher kann der Personalbedarf während der Hochsaison des Online-Handels ausfallen. Zwischen Oktober und Dezember rechnet Maersk zeitweise mit bis zu 1.000 Beschäftigten am Standort. Damit ist das Logistikzentrum auf die starken saisonalen Schwankungen im E-Commerce ausgelegt.
Photovoltaik und Regenwassernutzung
Auch bei der technischen Ausstattung setzt der Neubau auf Maßnahmen zur Verringerung des Ressourcen- und Energieverbrauchs. Das Logistikzentrum verfügt über eine Photovoltaikanlage und ein System zur Regenwassernutzung. Hinzu kommen Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Für das Gebäude wird eine Zertifizierung nach dem Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt.
Mit dem neuen Standort stärkt Maersk damit vor allem seine Lager- und Distributionskapazitäten in der Mitte Deutschlands. Die Kombination aus zentraler Lage an der A4, knapp 63.000 Quadratmetern Lagerfläche und einem auf saisonale Spitzen ausgelegten Betrieb soll insbesondere das wachsende Kontraktlogistikgeschäft des Konzerns unterstützen.
