Die Hödlmayr-Geschäftsführung: Johannes Alexander Hödlmayr, CEO der Hödlmayr International GmbH (rechts) und Andreas Sundl, COO der Hödlmayr International GmbH (links). | © Hödlmayr/Julia Traxler
Beim Fahrzeuglogistiker Hödlmayr International kommt es zu einer Veränderung in der Unternehmensführung. Robert Horvath hat mit Ende September seine Funktion als CFO und Mitglied der Geschäftsführung beendet. Einen direkten Nachfolger kündigte das Unternehmen nicht an.
Stattdessen sollen Horvaths bisherige Agenden innerhalb der bestehenden Führungsstruktur neu zugeordnet werden. Hödlmayr will damit Verantwortung breiter verteilen und die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung, Corporate Leadership Team und den einzelnen Fachbereichen intensivieren.
Zu den Gründen für Horvaths Ausscheiden machte das Unternehmen keine Angaben. Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Hödlmayr würdigte dessen langjährige Tätigkeit: „Robert Horvath hat die Hödlmayr International Gruppe über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgestaltet. Für seine Loyalität, sein Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken wir uns von Herzen.“
Führungsverantwortung wird breiter verteilt
Mit der Neuordnung will Hödlmayr nach eigenen Angaben auch die Entscheidungswege innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln. Das Corporate Leadership Team soll stärker in die Unternehmensführung eingebunden werden, während die bestehenden Verantwortlichkeiten und Strukturen grundsätzlich erhalten bleiben.
CEO Johannes Alexander Hödlmayr sieht die organisatorische Veränderung im Zusammenhang mit den längerfristigen Herausforderungen für das Unternehmen. „Wer langfristig erfolgreich sein will, muss Bewährtes bewahren und gleichzeitig den Mut haben, neue Wege zu gehen. Als Familienunternehmen denkt Hödlmayr nicht in Quartalen, sondern in Generationen.“
Digitalisierung und Rail-Geschäft im Fokus
Inhaltlich nennt Hödlmayr vier Schwerpunkte für die weitere Entwicklung: Digitalisierung, nachhaltige Mobilitätslösungen, den Ausbau des Rail-Geschäfts sowie die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Damit reagiert das Unternehmen nach eigener Einschätzung auf einen tiefgreifenden Wandel in der Fahrzeuglogistik. Die breiter aufgestellte Führungsstruktur soll insbesondere dazu beitragen, Entscheidungen schneller zu treffen und neue Entwicklungen innerhalb der Unternehmensgruppe voranzutreiben.
„Hödlmayr war immer dann besonders stark, wenn Menschen Verantwortung übernommen, zusammengearbeitet und neue Wege beschritten haben. An dieser Haltung werden wir auch in Zukunft festhalten“, sagt Johannes Alexander Hödlmayr.
Mit dem Ausscheiden Horvaths verändert Hödlmayr damit nicht nur die personelle Besetzung der Geschäftsführung. Die bisherigen CFO-Aufgaben werden neu aufgeteilt und stärker in die bestehende Führungsorganisation integriert – ohne dass das Unternehmen derzeit einen neuen Finanzchef nennt.
