Werner Hecking wird CSO bei PJ Monitoring

19.10.2026 | Standort

Der frühere Steiermarkbahn-Geschäftsführer soll den internationalen Vertrieb des WaggonTracker-Systems vorantreiben. Die Personalentscheidung fällt in eine Phase, in der das Grazer Bahntechnikunternehmen seine Entwicklungs- und Produktionskapazitäten ausbaut.

Das Grazer Unternehmen PJ Monitoring hat Werner Hecking zum neuen Chief Sales Officer (CSO) bestellt. In dieser Funktion übernimmt er die weltweite Vertriebsverantwortung für das WaggonTracker-System, das digitale Überwachungs- und Automatisierungsfunktionen für den Schienengüterverkehr bereitstellt.

Hecking bringt langjährige Erfahrung aus der Bahnindustrie und dem Eisenbahnbetrieb mit. Zu seinen bisherigen beruflichen Stationen zählen Führungspositionen bei Siemens Mobility und Magna Powertrain. Zuletzt war er Geschäftsführer der Steiermarkbahn.

PJM verstärkt internationalen Vertrieb

Mit der Bestellung von Hecking setzt die PJM-Gruppe ihren personellen und technologischen Ausbau fort. Bereits im Frühjahr 2026 wurde ein Experte für den deutschen Bahnmarkt gewonnen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen zudem seine Teams in der Hard- und Softwareentwicklung erweitert.

Parallel dazu investiert PJ Monitoring in die Produktion. Erst kürzlich nahm das Unternehmen eine neue digitale Produktionsstätte für die Fertigung des WaggonTracker-Systems in Betrieb.

„Wir freuen uns sehr, dass Werner Hecking mit seiner Expertise aus EVU und Schienenfahrzeug-Herstellung an Bord ist“, erklärt Günter Petschnig, CEO von PJ Monitoring.

Die Personalentscheidung unterstreicht die Bedeutung des internationalen Vertriebs für das Unternehmen, das sich auf die Digitalisierung und Automatisierung von Güterzügen spezialisiert hat.

Digitale Zugfunktionen im Fokus

Ein Schwerpunkt von Heckings neuer Tätigkeit liegt auf der internationalen Vermarktung des WaggonTracker-Systems. Dieses kombiniert die Überwachung von Güterwagen und Zugfunktionen mit sicherheitsrelevanten Automatisierungslösungen.

Dazu zählen unter anderem das Brems- und Beladungsmonitoring, die Überwachung von Stützböcken sowie die automatische Bremsprobe. Die Technologien sollen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Bahnlogistikern helfen, betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten und sicherheitsrelevante Prozesse zu automatisieren.

„Die digitalen Zugfunktionen wie Brems-Monitoring, Beladungs-Monitoring, Stützbock-Überwachung und automatische Bremsprobe verschaffen EVU und Bahnlogistikern einen echten Mehrwert – sowohl wirtschaftlich als auch sicherheitstechnisch. Das Potenzial ist enorm“, sagt Hecking.

Auch digitale automatische Kupplung im Blick

Neben dem WaggonTracker-System arbeitet die PJM-Gruppe an Lösungen für die Einführung der digitalen automatischen Kupplung (DAK) im Schienengüterverkehr.

Das Unternehmen bietet dafür ein Gesamtpaket an, das digitale Zugfunktionen, die Kupplungstechnologie von Voith, die Systemintegration sowie Fahrzeugtests und Zulassungsverfahren umfasst. Insbesondere die Integration in Lokomotiven und die erforderlichen Zulassungen gelten als wesentliche Voraussetzungen für den kommerziellen Einsatz der DAK.

Mit der Bündelung dieser Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe will PJM die technische Umsetzung für Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinfachen.

Die 2006 gegründete PJM-Gruppe umfasst derzeit sieben Unternehmen in Österreich und der Schweiz und beschäftigt mehr als 90 Mitarbeiter. Nach eigenen Angaben hat sie bereits Projekte in 30 Ländern auf sechs Kontinenten umgesetzt. Mit Hecking an der Spitze des globalen WaggonTracker-Vertriebs soll die internationale Vermarktung der digitalen Güterzugtechnologien weiter vorangetrieben werden.

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