Grenzüberschreitender Versand mit kurzen Laufzeiten: GLS Austria ermöglicht ausgewählten Kunden seit 1. Juli 2026 die Zustellung nach Deutschland binnen 24 Stunden zum Inlandstarif. | © GLS
GLS Austria hat sein grenzüberschreitendes Paketnetz zwischen Österreich und Deutschland erweitert. Seit 1. Juli 2026 können ausgewählte Geschäftskunden ihre Sendungen über direkte Transportverbindungen in das deutsche GLS-Netz einspeisen. Nach Angaben des Paketdienstleisters ermöglicht das eine flächendeckende Zustellung in Deutschland innerhalb von 24 Stunden zu Inlandskonditionen.
Die neue Lösung richtet sich insbesondere an Unternehmen in österreichischen Grenzregionen, für die deutsche Absatzmärkte häufig näher liegen als weiter entfernte Ziele innerhalb Österreichs. Statt Pakete über zusätzliche Umschlagstationen zu transportieren, nutzt GLS direkte Verbindungen zwischen österreichischen und deutschen Standorten.
Vier Direktverbindungen nach Deutschland
Konkret bestehen direkte Relationen von Ansfelden nach Passau, von Anthering nach Erding, von Rankweil nach Wangen sowie von Zirl nach Erding. Die Sendungen werden anschließend im deutschen Netzwerk wie Inlandspakete weitertransportiert.
Durch die geringere Zahl an Sortier- und Umschlagsschritten sollen sich Transportzeiten verkürzen und das Risiko von Fehlleitungen reduzieren. Die konkrete Abwicklung, einschließlich Abholung und Ladeeinheiten, wird auf die Versandmengen und betrieblichen Anforderungen der jeweiligen Kunden abgestimmt.
„Für Unternehmen in Grenzregionen zählt nicht die Landesgrenze, sondern wie schnell und wirtschaftlich ihre Sendungen beim Kunden ankommen“, sagt Christian Schöninger, Managing Director von GLS Austria.
Der wirtschaftliche Hintergrund ist die enge Verflechtung zwischen Österreich und Deutschland. Allein nach Bayern exportierten österreichische Unternehmen 2025 laut den von GLS angeführten Zahlen Waren im Wert von rund 19 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 8,1 % gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: WKO, Wirtschaftsbericht Außenwirtschaftscenter München, April 2026)

E-Commerce als wichtige Zielgruppe
Neben den Transportverbindungen intensivieren GLS Austria und GLS Germany auch ihre Zusammenarbeit im Vertrieb. Teams aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg betreuen ausgewählte Geschäftskunden künftig gemeinsam mit ihren süddeutschen Kolleginnen und Kollegen.
Besonders relevant ist das Angebot für Unternehmen mit regelmäßig hohen Paketmengen in Richtung Deutschland. „Die neue Lösung richtet sich besonders an E-Commerce- und Marketplace-Händler mit einem hohen Anteil an Sendungen nach Deutschland. Für sie sind kurze Laufzeiten und verlässliche Scan-Zeitpunkte besonders wichtig“, erklärt Eberhard Thiele, Director Sales & Customs bei GLS Austria.
Mit den Direktverbindungen setzt GLS auf eine stärkere Verknüpfung seiner nationalen Paketnetze. Für österreichische Versender kann das vor allem dort Vorteile bringen, wo die geografische Nähe zu Deutschland bislang nicht mit entsprechend kurzen Laufzeiten und günstigen Versandkonditionen verbunden war. Das Angebot ist vorerst auf ausgewählte Kunden beschränkt.
