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	<title>Saexinger Archive - Wochenzeitung Verkehr</title>
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	<title>Saexinger Archive - Wochenzeitung Verkehr</title>
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		<title>„Wer anruft, bekommt jemanden ans Telefon“</title>
		<link>https://www.verkehr.co.at/wer-anruft-bekommt-jemanden-ans-telefon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[beganovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 04:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Branchenlösungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrgut]]></category>
		<category><![CDATA[Saexinger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geschäftsführer Karl Böntner erklärt, wie der Gefahrgutlogistiker Saexinger mit<br />
Handschlagqualität wächst – und warum gerade ein drittes Lager in Kärnten entsteht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/wer-anruft-bekommt-jemanden-ans-telefon/">„Wer anruft, bekommt jemanden ans Telefon“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn Karl Böntner über sein Unternehmen spricht, fallen Sätze wie dieser: Zehn Kunden mit je 50 Paletten sind zusammen auch 500 Paletten – nur spürt man es eben nicht, wenn einer davon abspringt. Das hat ihm sein Vater beigebracht, und es ist bis heute so etwas wie die Geschäftsphilosophie der Saexinger GmbH. Der Gefahrgutlogistiker setzt seit Jahrzehnten lieber auf einen breiten Mix an mittelständischen Kunden als auf wenige große Namen – und fährt damit, während der Markt insgesamt eher stagniert, ein solides, ruhiges Wachstum.</p>



<p>Die Gefahrgutlogistik ist, wie Böntner selbst sagt, ein Nischenmarkt. Er wächst in Österreich nicht wirklich, eher schrumpft er ein Stück, weil sich immer wieder Anbieter aus dem Geschäft zurückziehen. Genau das verschafft Saexinger zwar etwas Ruhe beim Preisdruck – Narrenfreiheit ist damit aber keine verbunden, wie Böntner betont. Was zähle, sei vor allem eines: Zuverlässigkeit. Bei der Lieferung, beim Personal, am Telefon. Genau darauf legt er sichtlich Wert. Wenn ein Disponent einen Anruf verpasst, weil er in einem Meeting sitzt, ruft er zurück, statt den Kunden ins Leere laufen zu lassen. Um 16.30 Uhr wird bei Saexinger nicht einfach aufgelegt, weil Feierabend ist. Böntner erzählt das nicht als Marketingfloskel, sondern als gelebte Praxis, die er bei Kundengesprächen immer wieder gespiegelt bekommt: Es sind oft die Selbstverständlichkeiten, die heute nicht mehr selbstverständlich sind – während anderswo Auftragsabwicklung und Buchhaltung längst nach Bangladesch oder auf die Philippinen ausgelagert werden. Solange Menschen mit Menschen zu tun haben, glaubt er, wird genau das den Unterschied machen.</p>



<p>Zahlen bestätigen den Kurs: An den Standorten Wien und Ennsdorf verwaltet Saexinger rund 14.500 Palettenstellplätze auf 11.000 m<sup>2</sup> Hallenfläche, ergänzt um einen eigenen Fuhrpark mit 21 Fahrzeugen. Rund 60 Mitarbeitende erwirtschafteten 2025 einen Umsatz von 18,2 Millionen Euro. Der Kundenkreis reicht quer durch Automotive, Farben und Lacke, Pflanzenschutzmittel, Akkuspeicher, Treibstoffe und Schmiermittel – bewusst breit gestreut, damit ein Einbruch in einer Branche nicht gleich das ganze Geschäft ins Wanken bringt. Ausfälle, sagt Böntner, kosten das Unternehmen im Schnitt dreistellige Eurobeträge pro Jahr – nicht mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ertrag statt Umsatzrausch</strong></h2>



<p>Böntner ist seit 30 Jahren im Familienunternehmen, seit 20 Jahren in eigener Verantwortung, gemeinsam mit seiner Frau, die ebenfalls in der Geschäftsführung sitzt. Beide, sagt er, betrachten das Geschäft konsequent aus betriebswirtschaftlicher Sicht: Bevor irgendwo investiert oder ein neues Geschäftsfeld angegangen wird, wird geprüft, ob es wirklich Sinn ergibt – nicht, ob es den Umsatz um die vom Konzerndenken geforderten zehn Prozent hebt.</p>



<p>Am liebsten betreut er den klassischen Mittelstandsbetrieb, mit dem eine gemeinsame Sprache existiert und der oft über Jahrzehnte an Bord bleibt. Manche dieser Kunden sind mit zehn, zwölf Paletten eingestiegen und heute bei mehreren hundert – ein Wachstum, das sich im Vorfeld nie planen lässt, wie Böntner einräumt, das sich aber auszahlt, wenn man auch die kleinen Anfragen ernst nimmt. Mit der eigenen Saexinger Transport GmbH hat das Unternehmen zudem gezielt ein Segment für kleinere Speditionskunden mit 20 bis 50 Paletten pro Woche aufgebaut, das gut zu Fuhrpark und Personalstärke passt und sich sukzessive füllt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Neues Lager in Klagenfurt</strong></h2>



<p>Der sichtbarste Ausbauschritt der vergangenen Monate ist der dritte Standort in Klagenfurt, mit dem Saexinger auf das spürbar gestiegene Sendungsaufkommen Richtung Kärnten und Osttirol reagiert. Auf einem 4.500 m<sup>2</sup> großen Gewerbeareal steht eine Halle mit Platz für zunächst 1.000 Palettenpositionen, die später auf bis zu 3.000 erweitert werden soll. Rund 2,3 Millionen Euro fließen in das Projekt.</p>



<p>Ursprünglich war der Betriebsstart erst für den Herbst angepeilt, tatsächlich läuft der Standort inzwischen bereits seit Juni – ein Vorlauf, über den Böntner selbst sichtlich zufrieden ist. Für das kommende Jahr steht dort ein kompletter Neubau der Liegenschaft an, weshalb sich Saexinger bei der Neukundenakquise für Kärnten vorerst bewusst zurückhält. Wie lange die Bauphase tatsächlich dauert, hängt für Böntner letztlich von den Behörden ab, ein fixes Eröffnungsdatum will er deshalb nicht versprechen. Erste Signale von Bestandskunden, die im Süden künftig enger mit Saexinger zusammenarbeiten wollen, gibt es aber bereits.</p>



<p>Auch beim Blick nach vorn bleibt der Grundton zuversichtlich: Für 2026 plant Saexinger weitere Schritte in Richtung Digitalisierung, um Mitarbeitende von Routinearbeit zu entlasten, ohne den persönlichen Kontakt zu den Kunden aufzugeben. Und auch personell tut sich etwas: Eine der beiden Töchter Böntners wird im kommenden Sommer ins Unternehmen einsteigen – für den Geschäftsführer ein Signal, dass frischer Wind und neue Sichtweisen nachrücken, während das Grundprinzip bleibt, wie es ist: verlässlich, überschaubar und mit einem offenen Ohr für den Kunden, der eben auch nur 30 Paletten hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/wer-anruft-bekommt-jemanden-ans-telefon/">„Wer anruft, bekommt jemanden ans Telefon“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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		<title>„Langlebigkeit entsteht durch Werte, nicht Quartalszahlen“</title>
		<link>https://www.verkehr.co.at/langlebigkeit-entsteht-durch-werte-nicht-quartalszahlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[beganovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 10:05:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Branchenlösungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrgut]]></category>
		<category><![CDATA[Branchenlösung]]></category>
		<category><![CDATA[Saexinger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Saexinger hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig verändert und doch nie von seinen Grundwerten gelöst. Geschäftsführer Karl Böntner spricht über Verantwortung, Digitalisierung und die Bedeutung von Beständigkeit in bewegten Zeiten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/langlebigkeit-entsteht-durch-werte-nicht-quartalszahlen/">„Langlebigkeit entsteht durch Werte, nicht Quartalszahlen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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<p>Der Weg zu einem langlebigen Unternehmen ist kein Zufall, erklärt Karl Böntner, Geschäftsführer von Saexinger. Es brauche aber Fleiß, Mut und eine Vision. Bereits sein Opa, ebenfalls Karl Böntner genannt, arbeitete in den 1950ern im Transportgewerbe und fuhr für das Unternehmen Saexinger, welches im späten 19. Jahrhundert gegründet wurde. Jahrzehnte später, im Jahr 1976, um genau zu sein, war das Transportunternehmen der Böntner-Familie so stark gewachsen, dass der Vater von Karl Böntner (dem jetzigen Geschäftsführer und nicht des Opas) beschloss, Saexinger aufzukaufen und schrittweise auszubauen. „Der Vater hatte eine Vision“, sagt Böntner in seinem Büro in Wien. Das Unternehmen war zwar auf Transporte spezialisiert, aber ein neues Feld zeichnete sich für den Vater ab: die Lagerung von Gefahrgut. Die Halle hatte der Vater in den 1990er-Jahren explizit für die Lagerlogistik gebaut, bis zum Eintritt Karl Böntners ins Unternehmen im Jahr 1996 aber nicht gut ausgelastet. „Ich habe dann begonnen, bei Firmen anzurufen und Geschäft zu akquirieren“, so Böntner.</p>



<p>2006 hat dann Karl Böntner die Geschicke des Unternehmens als Geschäftsführer übernommen und Saexinger zu einem der größten und wichtigsten Gefahrgutlogistiker des Landes aufgebaut. Der Geschäftsführer legt Wert auf langfristige Stabilität und Werteorientierung: „Stillstand ist der Tod. Ich selbst setze mir ständig neue Ziele. Das treibt meine Mitarbeiter und manchmal auch meine Frau in den Wahnsinn, aber es hat unser Unternehmen in den letzten 20 Jahren enorm wachsen lassen“, so Böntner.<br>Heute beschäftigt das Unternehmen rund 65 Mitarbeiter, betreibt 13.000 Stellplätze und einen Fuhrpark von 20 Fahrzeugen – und das alles auf soliden wirtschaftlichen Beinen. Die Wirtschaftlichkeit sei essenziell für die Langlebigkeit. Böntner: „Wenn man wirtschaftlich tragfähig ist, kann man auch mal Monate mit schlechteren Zahlen überstehen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Faktor Mensch als Stärke</h2>



<p>Für Böntner ist Langlebigkeit untrennbar mit dem Faktor Mensch verbunden. „Familienbetriebe haben einen anderen Stellenwert als börsennotierte Unternehmen. Hier zählt der Mensch noch, nicht nur die Zahlen.“ Seine Philosophie: Qualität, Flexibilität und nachhaltige Planung statt kurzfristiger Quartalsziele. Die Unternehmenskultur bei Saexinger betont zwischenmenschliche Beziehungen auf allen Ebenen. Dabei stehen gegenseitiger Respekt und eine offene Kommunikation im Vordergrund. Langjährige Mitarbeiter seien ein Zeichen von Kontinuität und davon, dass die Managementstrategie erfolgreich ist.</p>



<p>Auch die vierte Generation des familiengeführten Unternehmens steht bereits in den Startlöchern: Tochter Sophie wird schrittweise in die Welt der Logistik eingeführt. Ob sie die Firma dann auch tatsächlich übernimmt, werde sich noch zeigen. Böntner bleibt da entspannt: „Es geht mir darum, etwas aufzubauen, das Werte und Vermächtnis hat. Das muss aber nicht zwingend Sophies Vermächtnis sein.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschäftsentwicklung und Digitalisierung</h2>



<p>Böntner hat die Geschäftsstruktur seines Unternehmens in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt. 2023 hat er die Transport-Sparte aus dem Unternehmen ausgegliedert, und sie firmiert seitdem unter Saexinger Transport. Ziel ist es, diesen Bereich als eigenständiges, starkes Marktsegment zu positionieren. „Wir wollen Transportleistungen unabhängig anbieten – digital unterstützt, effizient und flexibel.“</p>



<p>Digitalisierung ist dabei ein Schlüsselthema: Alle Prozesse, die heute noch analog laufen, sollen bis Ende 2027 vollständig digitalisiert sein – von Schulungen über Gefahrgutmanagement bis zu Dokumentations- und Auditprozessen. „Ordner werden der Vergangenheit angehören. Alles soll online verfügbar und überprüfbar sein. Das spart Zeit, reduziert Fehler und macht uns insgesamt leistungsfähiger“, so Böntner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Marktbeobachtungen und Branchenperspektive</h2>



<p>Böntner analysiert den Markt nüchtern: Fachkräftemangel, veränderte Werte und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz prägen die Branche. Für Böntner ist klar: „Wer erfolgreich sein will, muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, Prozesse zu hinterfragen und kontinuierlich besser zu werden.“</p>



<p>Kritisch wird er, wenn er über politische Rahmenbedingungen spricht, die die Branche betreffen. Besonders die Diskussion um Mauterhöhungen in Österreich sieht er als Beispiel für fehlende Dialogbereitschaft. „Wir zahlen Maut, die Gelder sollen Straßen sanieren, oft fließen sie aber woanders hin. Unsere Protestfahrt im September hat gezeigt, dass die Branche nicht bereit ist, unfair behandelt zu werden.“</p>



<p>Trotz aller Herausforderungen bleibt er optimistisch: „Wir investieren, schulen unsere Mitarbeiter, digitalisieren Prozesse und setzen auf Qualität. Saexinger steht für Stabilität, Innovation und Werte. Wir werden das Unternehmen weiter voranbringen – für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und die gesamte Branche.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/langlebigkeit-entsteht-durch-werte-nicht-quartalszahlen/">„Langlebigkeit entsteht durch Werte, nicht Quartalszahlen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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