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	<title>Hafen Enns Archive - Wochenzeitung Verkehr</title>
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		<title>Mehr Platz schaffen für Ansiedler</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2026 05:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Binnenschifffahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Ennshafen stehen die Zeichen auf Expansion und Modernisierung. Geschäftsführer Lukas Burianek erklärt im Gespräch mit Verkehr, wie die Trimodalität den Standort gerade bei Niederwasser stärkt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/mehr-platz-schaffen-fuer-ansiedler/">Mehr Platz schaffen für Ansiedler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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<p>Lukas Burianek ist seit Anfang Juli dieses Jahres Alleingeschäftsführer der Ennshafen OÖ GmbH und seit dem gleichen Zeitpunkt auch gemeinsam mit Jörg Praher Geschäftsführer der Marketingtochter EHG Ennshafen GmbH, die für den Hafen die Werbetrommel rührt. „Mein Schwerpunkt für die nächsten Jahre ist, die Digitalisierung im Hafen stark zu forcieren, dabei arbeiten wir bei der Ennshafen OÖ an den Themen digitale Hafenmeisterei und automatische Rechnungslegung. Außerdem wird laufend Infrastruktur modernisiert, wie aktuell bei den Landstromanlagen für die Fahrgastschifffahrt, um den angesiedelten Firmen und Schifffahrtsunternehmen bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten bzw. zu erhalten“, skizziert der Manager die Marschrichtung seines Tuns. Sein Credo: „Unser Hafen soll ein Fundament sein, auf dem die im Hafen angesiedelten Unternehmen erfolgreich und effizient ihre Unternehmen betreiben können.“</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Niederwasser bremst</strong></h2>



<p>Aktuell läuft das Geschäft auf stabilem Niveau, wenngleich das Niederwasser auf der Donau ob der Trockenheit seine Spuren hinterlässt. Am trimodalen Logistikstandort konnten die meisten der angesiedelten Firmen ihr Geschäft über andere Verkehrsträger stabilisieren, der Wasser-/Land-Umschlag steht in diesem Jahr jedoch unter historisch erheblichem Druck. Die Pegelstände liegen in den freien Fließstrecken bis zu 60 Zentimeter unter dem langjährigen Niederwasserwert, die Periode bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie in den Extremjahren 2003 und 2018. Behördliche Sperren seien aktuell kein Thema, allerdings müssen die Beladungen deutlich reduziert werden und einige Passagen sind derzeit kaum passierbar, sodass eine Verlagerung auf Schiene oder Straße für die im Ort agierenden Unternehmen derzeit wirtschaftlicher ist, wie Burianek einräumt.</p>



<p>Die Wassertiefe im Ennshafen ist nicht das Problem. „Wir liegen innerhalb von Staustufen, die sehr gut reguliert werden, und haben ausreichend Tiefe an den Kaimauern. Die Nadelöhre liegen auf den Strecken.“ Ein Schiff fährt derzeit, wenn überhaupt, mit reduzierter Ladung, und damit steigen die Kosten je Tonne so stark an, dass sich die Rechnung für den Verlader oftmals nicht mehr ausgeht. Faktum ist, dass beim Umschlag im Vorjahr ein Rückgang von 24 Prozent auf 380.000 Tonnen verzeichnet wurde. Die Ursachen dafür waren gleich mehrere, wie der Manager erklärt: 2024 lag der Wasser-/Land-Umschlag höher und damit etwa 25 Prozent über dem Wert von 2023, allerdings auf niedrigem Niveau. „Ein starkes Jahr macht das Folgejahr optisch schwächer. Dazu kamen die anhaltend angespannte geopolitische Lage in Europa, klimabedingte Ernterückgänge und eine insgesamt schwächere Konjunktur“, so Burianek.</p>



<p>Getreide ist bei manchen Unternehmen im Hafen ein tragender Pfeiler des Wasserumschlags. Fällt die Ernte aus, fällt auch die Ladung aus. Es ging aber nicht alles zurück: Bei Holz, Düngemitteln und Magnesit wurde zugelegt, mehrere Schwergutverladungen wurden erfolgreich abgewickelt, darunter Mühlenrohre der Firma Cemtec. Dabei fallen auch Größenordnungen ins Gewicht: Bei einem Kaiumschlag in dieser Dimension bewegen wenige Kampagnenladungen die Jahresstatistik schnell zweistellig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zuwachs im Wirtschaftspark</strong></h2>



<p>Im Wirtschaftspark Ennshafen hat jüngst der Logistik-Immobilien-Developer Panattoni ein Logistik-Center aufgesperrt. Dieses befindet sich auf OÖ-Seite des Ennshafens, hat jedoch mit dem Ennshafen selbst derzeit keine Geschäftsbeziehung. Im Rahmen der Public Private Partnership gibt es auch Unternehmen, die im Wirtschaftspark auf eigenem Grund und Boden tätig sind. Panattoni ergänzt und stärkt jedoch den Wirtschaftspark Ennshafen als weiterer wichtiger Baustein eines umfangreichen Lager- und Logistikstandorts für die oberösterreichische Wirtschaft, betont Burianek.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trimodalität</strong> a<strong>ls Vorteil</strong></h2>



<p>Die Trimodalität ist ein starker Bonus des Hafens. Burianek: „Uns zeichnet besonders aus, dass wir außerhalb des Stadtgebietes und dennoch direkt am TEN-T-Korridor liegen, und das nicht nur an der Donau, sondern auch an Schiene und Straße.“ Zusätzlich besteht eine sehr gute Anbindung an die Autobahn über die Anschlussstelle Asten-St. Florian, was den Umschlag auch sehr großer Güter möglich macht. Derzeit werden Landstromanlagen für die Fahrgastschifffahrt errichtet, um Schiffe über den Winter im Hafenbecken nahezu CO<sub>2</sub>-neutral überwintern zu können. Weitere Expansionspläne sind vorhanden, aber noch nicht spruchreif.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/mehr-platz-schaffen-fuer-ansiedler/">Mehr Platz schaffen für Ansiedler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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