<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ESC Archive - Wochenzeitung Verkehr</title>
	<atom:link href="https://www.verkehr.co.at/tag/esc/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.verkehr.co.at/tag/esc/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Jul 2026 09:13:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://www.verkehr.co.at/wp-content/uploads/2024/10/verkehr_Favicon-150x150.jpg</url>
	<title>ESC Archive - Wochenzeitung Verkehr</title>
	<link>https://www.verkehr.co.at/tag/esc/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Lieferketten sind Geopolitik geworden</title>
		<link>https://www.verkehr.co.at/lieferketten-sind-geopolitik-geworden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[beganovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 04:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standort]]></category>
		<category><![CDATA[BVL Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[ESC]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lieferketten]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.verkehr.co.at/?p=17983</guid>

					<description><![CDATA[<p>Warum Resilienz, Freihandel und Infrastruktur heute über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden, erklärt BVL-Präsident Roman Stiftner.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/lieferketten-sind-geopolitik-geworden/">Lieferketten sind Geopolitik geworden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Früher stand Logistik für Lagerhallen, Lkw-Rampen und verspätete Paketzustellungen. Heute diskutieren Zentralbanken, Energieminister und Sicherheitsstrategen über Lieferketten. Das ist ein bemerkenswerter Karrieresprung.</p>



<p>Er ist kein Zufall. An manchen Tagen entscheidet sich die Inflationsrate Europas nicht in Brüssel oder Frankfurt, sondern an Meerengen und Schifffahrtsrouten, die auf der Landkarte klein wirken, im globalen System aber riesig sind. Die Frage, ob Schiffe sicher fahren können, entscheidet heute über Energiepreise, Produktionsketten, Versorgungssicherheit und das Vertrauen in die Märkte.</p>



<p>Damit ist die Logistikbranche in eine neue Rolle hineingewachsen. Logistik ist nicht mehr nur eine Effizienzmaschine. Sie ist kritische Infrastruktur, Standortfaktor und Teil der wirtschaftlichen Sicherheitsarchitektur.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Logistik ist die Hauptschlagader der Weltwirtschaft</strong></h2>



<p>Ob der Golfkrieg wieder aufflammt, kann niemand endgültig beantworten, auch wenn die Zeichen auf Einigung stehen. Wie immer sich die Situation entwickelt: Diese Auseinandersetzung, die in eine längere Sperre der Straße von Hormus – und damit in die realistischer werdende Gefahr eines Durchschneidens auch anderer Hauptschlagadern des weltweiten Gütertransports – münden könnte, rückt einmal mehr in den Fokus, wie abhängig die Weltwirtschaft vom freien Warenverkehr ist. Dadurch wurde weltweit noch viel klarer als zuvor, dass die Logistik der Blutkreislauf der Weltwarenwirtschaft ist. Logistik hält Wirtschaftsräume verbunden. Sie ist nicht Beiwerk der Globalisierung, sondern eine ihrer tragenden Voraussetzungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dauerbelastung durch Handelsschikanen</strong></h2>



<p>Dabei war es für die Branche schon vor dem Golfkrieg schwer genug. Bereits bis dahin sorgte der moderne Protektionismus, der anders als früher auch technisch daherkommt – als Exportkontrolle, Zertifizierungspflicht, Compliance-Vorgabe, Sicherheitsanforderung oder regulatorische Hürde –, für zahlreiche Hindernisse beim freien Warenverkehr. Die Auswirkungen dieser nichttarifären Handelshemmnisse können so weit gehen, dass Wirtschaftswachstum, Wettbewerbsfähigkeit und mittelfristig auch der Wohlstand negativ beeinflusst werden. Den Schlag obendrauf setzt die derzeitige US-Administration, die mit den meisten Handelsnationen Zollroulette beziehungsweise Waren-Pingpong spielt. Die Verwirrung für alle, die mit Welthandel zu tun haben, ist damit perfekt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Freihandel: Krisensicherheit und ökonomische Resilienz</strong></h2>



<p>Aus dieser Analyse heraus werden Investitionen in die Branche künftig stärker fließen müssen. Vor allem, um die Widerstandsfähigkeit des gesamten Welthandels sowie die Wettbewerbsfähigkeit in Österreich zu stärken. Resilienz bedeutet nicht Rückzug aus der Weltwirtschaft, sondern im Gegenteil: Wirtschaftliche Prosperität braucht fairen und verlässlichen Handel, strategische Partnerschaften sowie neue Freihandelsabkommen, um Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und industrielle Wertschöpfung langfristig abzusichern. Besondere Aufmerksamkeit muss dabei den wirtschaftlichen Perspektiven neuer Freihandelsabkommen und internationaler Partnerschaften zukommen. Daraus ergibt sich die Bedeutung des EU-Mercosur-Abkommens.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum Infrastruktur über Wohlstand entscheidet</strong></h2>



<p>Eine moderne Verkehrs-, Energie- und Digitalinfrastruktur ist nicht nur Voraussetzung für eine leistungsfähige Logistikbranche. Sie ist die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs insgesamt.</p>



<p>Für einen exportorientierten Industrie- und Logistikstandort bedeutet das: Infrastrukturpolitik ist Standortpolitik. Wer Wettbewerbsfähigkeit sichern will, muss Straßen, Schienen, Häfen, Flughäfen, Energienetze und digitale Netze nicht nur planen, sondern auch bauen, erhalten und weiterentwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sicherheit braucht funktionierende Infrastruktur</strong></h2>



<p>Die geopolitische Lage verpflichtet auch zu einer wirksamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Zu Recht betonen Militärexperten die Notwendigkeit, sowohl in moderne militärische Ausrüstung als auch in die Infrastruktur des Bundesheeres zu investieren. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen zeigen, dass Sicherheitspolitik zunehmend auch eine Frage funktionierender Infrastruktur und Versorgungssysteme ist – und nicht nur eine Frage von Friedenszeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Logistikbranche hat ihre Hausaufgaben gemacht</strong></h2>



<p>Die Mehrzahl dieser Überlegungen spielte auch beim diesjährigen Logistik-Dialog der BVL Österreich eine zentrale Rolle. Im Verlauf des Kongresses wurde deutlich, dass die Branche die Veränderungen der vergangenen Jahre längst verstanden hat. Die Diskussionen waren geprägt von Pragmatismus, Innovationsbereitschaft und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen. Die Logistikbranche weiß aus ihrer täglichen Praxis, dass Stabilität keine Selbstverständlichkeit ist – Wettbewerbsfähigkeit ebenso wenig.</p>



<p>Denn die Zukunft wird nicht von jenen gewonnen, die Risiken ignorieren, sondern von jenen, die sie erkennen und danach handeln. Am Ende entscheidet sich Realität nicht in Strategiepapieren, Sonntagsreden oder PowerPoint-Präsentationen, sondern dort, wo Energie verfügbar ist, Rohstoffe ankommen, Waren transportiert werden und Lieferketten funktionieren.</p>



<p>Oder, um es in einem Satz zu sagen: Logistik ist die Königsdisziplin der Wirklichkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/lieferketten-sind-geopolitik-geworden/">Lieferketten sind Geopolitik geworden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
