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	<title>Bulgarien Archive - Wochenzeitung Verkehr</title>
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	<title>Bulgarien Archive - Wochenzeitung Verkehr</title>
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		<title>Neue Korridore für Europas Osten</title>
		<link>https://www.verkehr.co.at/neue-korridore-fuer-europas-osten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[beganovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 04:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standort]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Ten-V]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU treibt den Ausbau strategischer Verkehrsachsen auf dem Balkan und Richtung  Zentralasien voran. Dabei gewinnen neben wirtschaftlichen auch geopolitische Überlegungen an Bedeutung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/neue-korridore-fuer-europas-osten/">Neue Korridore für Europas Osten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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<p>Von: Frank Stier</p>



<p>Dass Bulgarien auf der Landkarte mit fünf paneuropäischen Verkehrskorridoren über eine privilegierte geostrategische Position an der Schnittstelle zwischen Europa und Vorderasien verfügt, ist unbestritten. Ebenso zweifelsfrei ist aber, dass seine bestehenden Verkehrs- und Transportverbindungen im eigenen Land und über seine Grenzen hinweg unzureichend entwickelt sind. Zahlreiche Beispiele illustrieren das Manko. So liegt die Eisenbahnstrecke zwischen Sofia und der Ägäis-Metropole Thessaloniki seit neun Jahren still. Die bereits im 19. Jahrhundert angedachte Schienenverbindung zwischen Sofia und der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje harrt ihrer Vollendung. Und die im Jahr 1974 begonnene Autobahn Hemus von Sofia nach Varna ist lediglich knapp zur Hälfte befahrbar. Es gibt aber auch Lichtblicke. Nach dreißig Jahren Projektdauer wurde Ende Jänner der neue Grenzübergang zwischen dem bulgarischen Rudozem und dem griechischen Xanthi eröffnet.</p>



<p><strong>Infrastruktur zwischen Stillstand und Aufbruch</strong></p>



<p>Nach dem Rücktritt der bulgarischen Regierung von Ministerpräsident Rossen Scheljaskow wird das Balkanland im April 2026 zum achten Mal in fünf Jahren ein neues Parlament wählen. Jahrelange politische Instabilität ist die schlechteste Vor-<br>aussetzung für die Realisierung überfälliger Infrastrukturprojekte. Nun will die Europäische Kommission die Entwicklung von Verkehrsprojekten in der Region unterstützen.</p>



<p>Anfang Dezember 2025 lud EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas die Verkehrsminister Griechenlands, Bulgariens und Rumäniens nach Brüssel ein. Sie unterzeichneten dort ein Kooperationsabkommen für die Gründung einer Plattform für den Schwarzmeer-Ägäis-Korridor (BACP). Ihn hält Kommissar Tzitzikostas für eine „essenzielle Verkehrsader im transeuropäischen Verkehrsnetz“. Der Korridor werde „die zivile Anbindung und die militärische Mobilität für die EU und die NATO verbessern“. Die Plattform könne als „regionaler Kooperationsrahmen für die Entwicklung und Modernisierung der grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur“ dienen.</p>



<p>Beim ersten BACP-Arbeitstreffen Ende Jänner 2026 in Sofia erklärte Bulgariens Transportminister Grosdan Karadjov, die Idee hinter dieser Partnerschaft sei simpel: „Planung, Entwurf, Genehmigung und Bau erfolgen synchron, damit der Nord-Süd-Korridor schnell und ohne Unterbrechungen, Verzögerungen oder bürokratische Hindernisse voll funktionsfähig wird.“</p>



<p><strong>Drei Achsen</strong></p>



<p>Der Korridor besteht aus drei Achsen. Die westliche führt von Athen über Thessaloniki nach Sofia und die Donaubrücke von Vidin nach Calafat bis Bukarest. Die zentrale reicht von Thessaloniki über Alexandroupolis und Svilengrad zur Donaubrücke bei Russe und weiter nach Bukarest bis zu den Grenzen Moldawiens und der Ukraine. Und die östliche führt von Thessaloniki über Alexandroupolis und Stara Zagora zu den Schwarzmeerhäfen Burgas und Varna in Bulgarien sowie Konstanza in Rumänien.</p>



<p>Entlang dieser Achsen sollen Griechenland, Bulgarien und Rumänien mit Unterstützung der EU-Kommission die Abwicklung ihrer Verkehrsprojekte koordinieren und so „die Interoperabilität strategischer Bahn-, Straßen- und Binnenschifffahrtsverbindungen beschleunigen“.</p>



<p>Als prioritäre Maßnahmen im Rahmen der BACP nannte Minister Karadjov die Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Sofia–Thessaloniki im kommenden Jahr, den Bau einer Schienenverbindung zwischen dem griechischen Hafen Alexandroupolis und Burgas, die Errichtung des Shipka-Tunnels unter dem Balkangebirge und die Fertigstellung der Donaubrücke 3 zwischen Russe und Giurgiu. Angedacht sind laut Karadjov zudem weitere Donaubrücken zwischen Nikopol und Turnu Măgurele sowie zwischen Silistra und Călărași.</p>



<p><strong>Brücke nach Zentralasien</strong></p>



<p>Als prioritäres Element des TEN-V-Güterverkehrskorridors Orient – Östliches Mittelmeer gilt bereits seit dem Jahr 2022 der Paneuropäische Verkehrskorridor VIII. Er verbindet den albanischen Adriahafen Durres über Skopje und Sofia mit den bulgarischen Schwarzmeerhäfen Burgas und Varna. Nach jahrelanger Blockade haben sich Nordmazedonien und Bulgarien im November 2025 auf die Verknüpfung ihrer beiden Schienennetze durch die Fertigstellung des Grenztunnels Deve Bair bis 2030 geeinigt.</p>



<p>Dem Ost-West-Korridor VIII wird eine Brückenfunktion zwischen Italien und Zentralasien nicht nur für den zivilen Güterverkehr eingeräumt, sondern auch für militärische Transporte und Truppenbewegungen an der NATO-Ostflanke im Spannungsfall mit Russland.</p>



<p>Zuletzt hob EU-Kommissarin für Erweiterung und Östliche Nachbarschaft, Marta Kos, zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den zentralasiatischen Staaten zur gemeinsamen Entwicklung der Transkaspischen Internationalen Transportroute hervor. „Wir erstellen gemeinsam mit Armenien, Aserbaidschan und der Türkei eine Projektpipeline“, sagte sie Mitte Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz.</p>



<p>Der Verkehr auf diesem Korridor hat sich einer EU-Studie zufolge seit 2022 vervierfacht. Kos erwartet nun, dass sich sein Verkehrsaufkommen bis 2030 verdreifachen wird. Sie sieht das Potenzial, die Transitzeiten für Güter zwischen Europa und China bei beträchtlichen Kosteneinsparungen zu halbieren.</p>
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		<title>Führungswechsel bei Gebrüder Weiss Bulgarien</title>
		<link>https://www.verkehr.co.at/fuehrungswechsel-bei-gebrueder-weiss-bulgarien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Eichhorn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2026 11:04:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standort]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
		<category><![CDATA[Führungswechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Gebrüder Weiss]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Führungswechsel bei Gebrüder Weiss Bulgarien: Nach 32 Jahren übergibt Marieta Grigorova die Leitung an Logistikexperten Lyudmil Elshishki.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-091cd9e3eae3393316a15d1a3635104e">Nach mehr als drei Jahrzehnten an der Spitze von Gebrüder Weiss Bulgarien verabschiedet sich Marieta Grigorova (63) in den Ruhestand. Mit ihr geht eine prägende Führungspersönlichkeit, die den Aufbau und die Entwicklung des Unternehmens im Land maßgeblich vorangetrieben hat.</p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-12bf41271d2549e0da7f6d606046792d">Der Führungswechsel wurde frühzeitig und strukturiert vorbereitet. Lyudmil Elshishki (37) ist bereits seit mehreren Monaten im Unternehmen tätig und leitete in einer Übergangsphase gemeinsam mit Grigorova sowohl die Landesorganisation Bulgarien als auch das Area Management für Albanien und Nordmazedonien. Mit 1. Januar hat er offiziell die Geschäftsführung übernommen.</p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-2e1aff0afbd37b1a56b7672cea9f339a"><strong>Drei Jahrzehnte Wachstum und Expansion in Bulgarien</strong></p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-3f773ecb880c97f87c9e5487dd905f8f">„Marieta Grigorova hat die Geschichte von Gebrüder Weiss in Bulgarien und den Nachbarländern entscheidend geprägt. Mit Weitblick, Mut und großem Engagement führte sie das Unternehmen durch drei Jahrzehnte dynamischer Expansion. Dafür danken wir ihr sehr“, sagt Thomas Moser, Direktor und Regionalleiter Black Sea/CIS bei Gebrüder Weiss.</p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-9cbb1062971c3df5eae73688670a641c">Grigorovas Karriere bei Gebrüder Weiss begann 1993 mit dem Markteintritt in Bulgarien. Unter ihrer Führung entwickelte sich der Standort Sofia von einem kleinen Umschlagplatz für Sammelgut aus Westeuropa zu einem zentralen Logistik-Hub für internationale Transporte und spezialisierte Lagerlösungen. Ergänzt wurde das Netzwerk durch zwei weitere Logistikzentren in Plovdiv und Varna.</p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-c928234c7edd9bb7a45fd1aeafc38758">Das Dienstleistungsportfolio wurde kontinuierlich ausgebaut – heute gehören unter anderem Home-Delivery-Services für Privatkunden dazu. Mit rund 160 Mitarbeitenden betreut Gebrüder Weiss Bulgarien namhafte Kunden aus der Automotive-, IT- und Konsumgüterindustrie und zählt zu den führenden Logistikunternehmen des Landes.</p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-6fd120cb63f098e27b1cb1c34faf036d"><strong>International erfahrene Führung für die nächste Entwicklungsphase</strong></p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-c7af06ae7ca0fbe0479c4c6c9b820eea">Mit Lyudmil Elshishki übernimmt ein international erfahrener Logistikexperte die Verantwortung. Der 37-Jährige blickt auf mehr als 15 Jahre Branchenerfahrung zurück und war zuletzt im Management eines globalen Logistikkonzerns tätig. Dort verantwortete er strategische Projekte in 14 Ländern und baute das Retail-Netzwerk erfolgreich aus.</p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-65d99095888f00438c5d9e6df5ac5aea">Bei Gebrüder Weiss liegt sein Fokus auf der stabilen Weiterentwicklung der bulgarischen Landesorganisation sowie auf neuen Impulsen in den Bereichen internationale Transportdienstleistungen und Logistiklösungen für die Automobil- und Schwerindustrie.</p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-02cbef958341c74faa0ff74b12b2d5df"><strong>Bulgarien als strategischer Logistikstandort</strong></p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-4a70c1780a58286c4cffbde506a4def5">Als Knotenpunkt für Transporte in die Schwarzmeerregion und nach Zentralasien gewinnt Bulgarien zunehmend an strategischer Bedeutung. Diese Entwicklung bietet ideale Voraussetzungen, um die Marktposition von Gebrüder Weiss Bulgarien weiter zu stärken und das Leistungsportfolio gezielt auszubauen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.verkehr.co.at/fuehrungswechsel-bei-gebrueder-weiss-bulgarien/">Führungswechsel bei Gebrüder Weiss Bulgarien</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.verkehr.co.at">Wochenzeitung Verkehr</a>.</p>
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