News

Das „White-Van-Syndrom“

Foto: Verkehr / Moni Fellner
Martin Posset ist Innovation & Policy Manager beim Thinkport Vienna.
Foto: Verkehr / Moni Fellner

Ein neuer großer Player drängt mit weißen Vans auf den heimischen Markt. Was das für die Branche, die Städte und letzten Endes auch für den Konsumenten für Konsequenzen haben könnte, ­erklärt Martin Posset.

Aktuell sind viele neue weiße Vans unterschiedlicher Transportdienstleister in Wien unterwegs und liefern Weihnachtspakete eines bestimmten Online-Händlers aus. Dieser Händler, der ein verhältnismäßig neuer Player am Zustellmarkt ist, hat gegenüber allen anderen, die in der Stadt Pakete ausliefern, einen riesigen Vorteil: Er kennt den Inhalt und damit den Wert der Pakete sowie das Kaufverhalten der Kunden und bald auch deren Lieferpräferenzen - dieses Wissen macht ihn zum durchgehenden Prozessexperten, und zwar von der Kaufentscheidung über die Bestellabwicklung und neuerdings auch bis hin zur Paketübergabe. Denn die meisten Pakete kommen auch aus den Lagerhäusern dieses Händlers, perfekt getaktet und nach Zustellgebiet gebündelt. Jedoch nur jene Empfangspunkte werden für die Auslieferung ausgewählt, die auch gute Geschäfte in der Zustellung erlauben. D. h., dass nur Touren, die eine hohe Paketdichte aufweisen, von den Transportdienstleistern des Händlers gefahren werden. Eine hohe Paketdichte bedeutet, dass auf kurzen Wegen viele Pakete ausgeliefert werden können - das ist in der Regel kostengünstiger als Touren mit langen Wegen zwischen den Stopps.

Wegfall der guten Touren
Bisher konnten die etablierten Transporteure Kosten für "schlechte" Touren mit jenen der guten ausgleichen. Jetzt gibt es aber diesen einen Neuen unter den Zustellern, der die guten Touren aus dem Markt zieht und damit so manchem bestehenden Transporteur mittelfristig das Leben schwer macht.



Die Fortsetzung dieses Artikels finden Sie ab Freitag im Postfach oder im Austria Kiosk.

 

 


Das könnte Sie auch noch interessieren

Beim ACD-Forum zum Thema Luftfrachtimmobilien wurden der Mangel an Flächen und die langsame Bürokratie diskutiert.

Weiterlesen

Das Aussenwirtschaftscenter Istanbul der Wirtschaftskammer Österreich lud vergangene Woche österreichische Logistikunternehmen zu einem...

Weiterlesen

Bewerbungen werden bis zum 31. Mai 2019 angenommen.

Weiterlesen

Unter der Titel "best of adriaports" organisierte die Aussenwirtschaft Austria eine Wirtschaftsmission zu den Häfen nach Triest, Koper und Rijeka

Weiterlesen

Wien war der Nabel der internationalen Bahnwelt. Rund 500 Teilnehmer aus Russland, Europa, China, Saudi Arabien und Südamerika nahmen am International...

Weiterlesen

Der Konzern Deutsche Post DHL Group will seine logistikbezogenen Emissionen auf null zu reduzieren. Daher investiert DHL Freight in Alternativen für...

Weiterlesen

Mit Beate Färber-Venz kommt ein frischer Wind in die Wirtschaftskammer Niederösterreich. Sie will die Berufslenkerakademie ausbauen, fordert...

Weiterlesen

GLS hat Italien, Portugal, Finnland und Bulgarien an den internationalen FlexDeliveryService angeschlossen. Die Anzahl der grenzüberschreitend über...

Weiterlesen

Ab dem 1. April werden die neuen intermodalen Dienste „EVO“ den Hafen Triest mit den österreichischen Terminals Wien Süd, Linz und Wolfurt verbinden.

Weiterlesen

Die beiden Firmen wollen ihre Zusammenarbeit auf der "Neuen Seidenstraße" ausbauen.

Weiterlesen

Termine

LOG2019 - 25. Handelslogistik Kongress

Datum: 26. März 2019 bis 27. März 2019
Ort: Kristallsaal, Kölnmesse, Köln

Seminar Ladungssicherung

Datum: 26. März 2019
Ort: Sortimo GesmbH, Industriezentrum NÖ Süd, Straße 2 Obj.M3, 2351 Wiener Neudorf

3. Karrieretag der Jungen ÖVG

Datum: 28. März 2019
Ort: bmvit Festsaal, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

IFAT Eurasia 2019

Datum: 28. März 2019 bis 30. März 2019
Ort: Istanbul Expo Center (IFM), Turkey

Mehr Termine

Aktuelle ePaper-Ausgaben des Wochenmagazin Verkehr können Sie direkt im Austria Kiosk kaufen.