Wahl Logistik-ManagerIn 2018 | Wahl Logistik-Start-up 2018

Beate Färber-Venz

Ingrid Glauninger

Christian Steindl

LoadFox GmbH

ProGlove GmbH

Urban Cargo UG

Urban Cargo UG

Saubere Logistik – CO2-freie Zustellungen und Abholungen auf der Letzten Meile

Gründer/Partner:

  • Roland Prejawa

Gründungsjahr: 2016

Kurzbeschreibung

Urban Cargo ist ein klimaneutraler „White Label“-Service-Provider mit alternativen Fahrzeugen (z. B. zweispurige E-Leichtfahrzeuge) und angestellten Kurierfahrern, der am Standort Berlin tätig ist. Durch die Wahl der Transportmittel möchte Urban Cargo eine positive Wirkung sowohl auf die Verkehrssituation als auch auf die Umwelt erzielen.

Worin besteht die Innovation bei Urban Cargo?

Roland Prejawa: Urban Cargo ist der einzige „White Label“-City-Logistik-Dienstleister im deutschsprachigen Raum. Die Prioritäten liegen auf dem klimaneutralen und schnellen Transport. Unser Ziel ist die Verringerung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, denn dadurch sinken auch die durch Transporte erzeugten Treibhausgasemissionen und es kommt zu weniger Luftverschmutzung und Lärmbelästigung. Bei Zustellfahrten kommt es oftmals zu Hindernissen wie Staus, die es zu überwinden gilt. Durch den Einsatz von alternativen Fahrzeugen (etwa Leichtfahrzeuge oder Cargo-Bikes) kann die Lieferung dennoch zügig zugestellt werden. Die positiven Effekte dieser Form der Zustellung verdeutlicht u. a. eine Studie der Hamburg School of Business Administration. In dieser Studie aus Mai 2017 wurde sowohl die „Innerstädtische Zustelllogistik“ in der Hansestadt untersucht als auch die Vorteile des Einsatzes alternativer Zustellfahrzeuge auf Umwelt und Stadtverkehr hervorgehoben. Verschiedene Aspekte sind auf die Situation in Berlin und andere Großstädte übertragbar. Eine Verringerung der Schadstoffemissionen führt letztlich auch zu einer verbesserten Lebens- und Aufenthaltsqualität im Innenstadtbereich. Das aktuelle Weißbuch der Europäischen Kommission zum europäischen Verkehrsraum beinhaltet Ziele zur Reduzierung von Transportemissionen und sieht im innerstädtischen Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Ein Ziel ist die schrittweise Verringerung von Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben zur Reduzierung der Ölabhängigkeit, der Emissionen sowie der Luftverschmutzung.

An wen richtet sich Urban Cargo?

Roland Prejawa: An KEP-Dienste, Online-Händler, den stationären Handel, Labore und Ersatzteilhändler.

Wie sieht die Vision von Urban Cargo aus?

Roland Prejawa: Durch die Schnelllebigkeit im 21. Jahrhundert steigern lange Wartezeiten auf die gewünschte Lieferung das Risiko von Alternativkäufen. Aus diesem Grund setzt ein Drittel der Online-Händler in den nächsten drei Jahren verstärkt auf höhere Liefergeschwindigkeiten. Urban Cargo, bereits mit dem „Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit“ in der Kategorie KEP ausgezeichnet, lebt den Ausbau umweltschonender Transporte vor. Der Wunsch unseres Unternehmens sind grünere und lebenswertere Innenstädte sowie die Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks. Auf Dauer soll der Verkehr in den Städten flüssiger und Diesel-Fahrzeuge obsolet bwz. weniger häufig werden. In den größeren städtischen Zentren soll bis 2030 eine im Wesentlichen CO2-freie Stadtlogistik realisiert sowie eine Infrastruktur für das Beladen und Betanken von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben umgesetzt werden.

Wie soll Urban Cargo in fünf Jahren aussehen?

Roland Prejawa: Zunächst steht für das Jahr 2019 der Sprung nach Hamburg, München und Wien am Programm.