Wahl Logistik-Manager 2017 | Wahl Logistik-Start-up 2017

Christoph Jöbstl

Peter Wanek-Pusset

Harald Wenzl

byrd technologies GmbH

Cargonexx GmbH

Smartlane GmbH

Peter Wanek-Pusset

Geschäftsführer der Innofreight GmbH

Mit Kundenfokus, Kreativität und Vertrauen vom Start-up zum europaweiten Bahnentwicklungsspezialisten

Lebensmotto

Make it simple.

Kurzbeschreibung

Die ersten Berufsjahre in der Konstruktionsabteilung von Siemens Verkehrstechnik für Hochgeschwindigkeitszüge weckten bei Peter Wanek-Pusset die Begeisterung für die Bahntechnik. 2002 gründete er sein eigenes Unternehmen als Start-up – die Innofreight GmbH –, dem Entwicklungsspezialisten für innovative Gütertransport- und Logistik­systeme auf der Schiene. Dazu zählen u.a. optimierte Containerwagen und Spezialcontainer inkl. Belade- und Entladetechnologien für Schütt- und Stückgüter. Die Produktion ist ausgelagert. Heute beschäftigt das Unternehmen an vier Standorten (Österreich, Deutschland, Tschechien und Skandinavien) rund 50 Mitarbeiter. Pro Jahr werden europaweit ca. 15 Millionen Tonnen Güter mit Innofreight-Technologie per Bahn transportiert bzw. sind ca. 100 Innofreight-Ganzzüge unterwegs.

Geheimnis meines Erfolges

Erst wenn man die Kundenbedürfnisse wirklich versteht, kann man auch die entsprechenden Entwicklungen durchführen. 

Managementphilosophie

Ich fördere die hohe Selbstverantwortung und Eigenständigkeit meiner Mitarbeiter. Ich stehe auch dahinter, wenn sich einmal etwas nicht wie gewünscht ent­wickelt. Wir sind ein kreatives Unternehmen – dafür braucht es Freiräume.

Die drei wichtigsten „lessons learned“ in meinem Berufs­leben

  1. Arbeitssicherheit für meine Mitarbeiter und Kunden hat oberste Priorität.
  2. Standardisierung für die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs.
  3. Festigkeitsberechnungen müssen konservativ sein.

Wenn ich Verkehrsminister wäre, würde ich ...

... dem Thema Schienengüterverkehr mehr Aufmerksamkeit widmen. Derzeit werden zu wenig finanzielle Mittel für die Modernisierung verwendet. Allein die Güterwaggons sind derzeit durchschnittlich 28 Jahre alt. Ich würde Investitionsanreize für die Finanzierung von neuem Equipment schaffen.

Zu meinen Mitarbeitern sage ich immer, dass ...

... es nach oben hin keine Grenzen gibt.

Was zeichnet eine gute Führungskraft aus?

Zuhören zu können und die Meinung des anderen zu respektieren. Die Entwicklung von Visionen für das Unternehmen und Mitarbeitergespräche sind essen­tiell, um die Arbeitsmotivation hoch und die Fluktuation niedrig zu halten.

Tipps an junge Menschen, die vor der Ausbildungs- bzw. Berufswahl stehen?

Ideal ist es, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann. Dafür gilt es nachzuforschen, wo die jeweiligen Interessen bzw. Leidenschaften liegen. Das Geld kommt dann mehr oder weniger von selbst.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Ihren persönlichen ­Arbeitsalltag aus?

Ich habe keinen Laptop mehr, sondern arbeite nur mehr mit meinem Mobil­telefon. Das erleichtert meine Arbeit, weil ich dadurch nicht in Versuchung komme, operativ zu arbeiten. Dadurch kann ich mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren – die Leitung des Unternehmens.

Die drei wichtigsten Zukunftsthemen in der Logistik?

  1. Rohstofftransporte auf der Schiene zukünftig verstärkt in Containern.
  2. Digitalisierung (u.a. in der Instandhaltung und Wartung).
  3. Standardisierung der Güterwaggons.

Welche Hobbies betreiben Sie?

  1. Kulturreisen (Archäologie – griechische Kultur).
  2. Radfahren, Tennis, Skifahren.