Wahl Logistik-ManagerIn 2016 | Wahl Logistik-Start-up 2016

Wilhelm Leithner

Johannes Matzhold

Heike
Sommer

CARGOMETER GmbH

GLEAM TECHNLOGIES GmbH

STOREME GmbH

Wilhelm Leithner

Geschäftsführender Gesellschafter TKL Supply Chain GmbH 

Mit Hartnäckigkeit und Bauchgefühl vom Konzernmitarbeiter zum Firmeneigentümer

Lebensmotto

Nachhaltigkeit geht vor Gewinnmaximierung

Berufliche Laufbahn mit den wesentlichsten Meilensteinen (Auszug)

  • ab 1975 bei Unilever (Eskimo/Iglo) in Wien: Qualitätskontrolle
  • 1977: Assistent des Produktionsleiters
  • 1979: Lagerleiter Distributionszentrum OST
  • 1989 bis 1992: Entwicklung und Implementierung der neuen Logistikstruktur (Reduzierung von 9 auf 2 Standorte in Österreich)
  • 1990: in Graz Niederlassungsleiter der Eskimo/Iglo
  • 1992: Leiter Distributionszentrum Mitte
  • Ab 1996: in Wien: Geschäftsführer der Tiefkühllogistik Österreich
  • 2000 Beginn mit dem Auf-und Ausbau der Belieferung der Systemgastronomie bzw. Entwicklung der Frischelogistik (im Temperaturbereich von 1° bis 4° Celsius).
  • seit 2010: Geschäftsführender Gesellschafter der TKL Supply Chain GmbH
  • 2010 Management-Buy-out: Umstieg von einem konzern- zu einem eigentümergeführten Unternehmen. Aufbau der internationalen Tätigkeiten in Deutschland und Ostereuropa (vorab Deutschland, Ungarn, Tschechien und Slowakei).
  • 2011 Ausbau der Frischelogistik, Übernahme des Standortes Wr. Neudorf, Ausbau und Erweiterung der Kapazitäten um mehr als 100%. 

Geheimnis meines Erfolges

Ich verfolge meine gesetzten Ziele mit Hartnäckigkeit. Das Erkennen, wann Veränderungen im Unternehmen notwendig sind, ist wichtig. Dabei helfen mir Kundengespräche und mein Bauchgefühl.

Managementphilosophie

Ich sehe die Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeitern primär als eine Leistungspartnerschaft. Gegen Leistung gibt es entsprechende Bezahlung. Ich versuche, meinen Mitarbeiter mit einer Reihe von freiwilligen Sozialleistungen ein möglichst angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen, dafür verlange ich aber auch Leistung. Mir geht es darum, das Unternehmen so auf- und auszubauen, dass es auch morgen noch überleben kann. Nachhaltigkeit geht vor Gewinnmaximierung.

Drei wichtigsten „lessons learned“ in meinem Berufsleben

  1. Wir leben von der Qualität der Mitarbeiter; d.h. eine positive Unternehmenskultur ist dabei entscheidend (inkl. Wertschätzung).
  2. Strategiearbeit ist ein permanenter Prozess. Das Gleiche kann man nicht ewig machen, d. h., man muss sich auch laufend Gedanken machen, wie sich das Unternehmen weiterentwickeln soll.
  3. Jedes Unternehmen bzw. jeder Mensch ist vorab prinzipiell träge. Daher ­ini­tiiere ich auch gelegentlich in meinem Unternehmen Jobwechsel der Mit­arbeiter untereinander. Damit können wieder neue Ideen entstehen.

Tipps an junge Menschen

Es gilt herauszufinden, wo die eigenen Interessen und Stärken liegen, und das dann zu verfolgen. Wenn man Arbeiten geht, dann geht man auch eine Verpflichtung gegenüber dem Unternehmen ein – es geht um eine Leistungspartnerschaft. Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein braucht es auch heute noch – auch, wenn sie teilweise schon aus der Mode zu sein scheinen.

Wenn ich Verkehrsminister wäre, würde ich ...

... die praxisgerechte Gesetzgebung und Projektabwicklung forcieren (u. a. raschere Umsetzung von Straßenbauprojekten; Nacht-Lkw-60-er abschaffen; Hand­habung bei minimalen Überschreitungen von Lenk- und Ruhezeiten lockern).

Zu meinen Mitarbeitern sage ich immer, dass ...

... die Arbeit einen Sinn haben muss, aber nicht immer Spaß machen kann.

Ein guter Logistiker ist, ....

.. der, der nachhaltig, global denkt und handelt.

Zukunftsthemen in der Logistik 

  • Mitarbeiterentwicklung 
  •  „letzte Meile“ und urban logistics
  • Energieeffizienz

Begründung des Leserbeirates für die Nominierung (Auszug):

Wilhelm Leithner hat seinen Mut vor ca. sechs Jahren im Rahmen eines Management-Buy-Out bewiesen. Er hat in weiterer Folge mit seinem strategischen Denken und Weitblick TKL zu einem der erfolgreichsten Tiefkühllogistik-Unternehmen Österreichs gemacht. Lagerstandorte wurden zusammengelegt und Investitionen in Millionenhöhe durchgeführt, die sowohl den aktuellen Umweltrichtlinien entsprechen als auch technische Innovationen berücksichtigen. Er arbeitet auch laufend daran, die Fahrt-Routen und auch den Einsatz der Lkw zu optimieren, welche sich finanziell und ökologisch positiv auswirken.