Der neue tschechische Verkehrsminister Vit Barta will alle laufenden Verträge seines Ministeriums und daraus resultierenden Verpflichtungen überprüfen lassen. Auf seiner ersten Pressekonferenz am heutigen Montag in Prag sagte er weiters, eine ganze Reihe von Verträgen sei "unethisch", was nach seinen Worten auch der Fall des "offensichtlich verdächtigen" Kontraktes mit der österreichischen Firma Kapsch sei, die in Tschechien das Lkw-Mautsystem aufgebaut hatte und betreibt.
"Für die Dienstleistungen der Anwälte wird viel Geld ausgeben", betonte Barta, der in seinem Ressort einen rasanten Sparkurs angeordnet habe. "In diesem Ressort wird es keinen Auftrag geben, den ich nicht anschauen werde", fügte er hinzu. Kapsch hatte vor fünf Jahren den Auftrag für die Errichtung des elektronischen LKW-Mautsystems im gesamten Wert von 22 Mrd. Kronen (873 Mio. Euro) erhalten. Weitere Einnahmen sicherte sich dann Kapsch mit einigen Anhängen zu dem Grundvertrag.
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