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Den Standort Österreich weiter stärken

Foto: Create Connections (13)
Beim 15. Wiener Kongress com:sult diskutierten hochkarätige Referenten zum Thema „Strategien für die Zukunft“.
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Beim 15. Wiener Kongress com:sult diskutierten hochkarätige Referenten zum Thema „Strategien für die Zukunft“. Infrastrukturminister Norbert Hofer und EU-Direktorin DG Move Elisabeth Werner sprachen über die Zukunft der Mobilität.

In Wahrheit liegen die Standpunkte der Europäischen Union und jene der Regierung gar nicht so weit auseinander: Infrastrukturminister Norbert Hofer präsentierte während seiner Keynote auf dem heurigen Wiener Kongress com:sult ein klares Bekenntnis zum Standort Österreich mit einem innovativen Mobilitäts- und Transportsystem. Österreich sei ein wichtiger Hub innerhalb des europäischen Transportsektors, meinte Hofer in seiner Rede. Dabei sei auf die speziellen Eigenheiten unseres Landes einzugehen und diese optimal zu nützen. "Hochgeschwindigkeitszüge werden aufgrund der geographischen Gegebenheiten kaum an Bedeutung gewinnen", zeigte sich Hofer aufgrund der schwierig bereitzustellenden Infrastruktur überzeugt.

Flugsektor ausbauen
Stattdessen sei es unumgänglich, den Flugsektor wettbewerbsfähig zu machen und für eine faire Konkurrenz innerhalb der EU und darüber hinaus zu sorgen. In diesem Zusammenhang fällt einem gelernten Österreicher natürlich sofort die verunglückte 3. Piste am Flughafen Wien-Schwechat ein, der im vergangenen Jahr durch einen Richterspruch nach jahrelangem Prozess eine Absage erteilt worden war. "Die Politik muss sich verändern! Wir wollen den österreichischen Standort ausbauen und sichern. Dazu ist der Ausbau der 3. Piste am Flughafen Wien-Schwechat ein wichtiger Ansatz, um die Drehkreuzfunktion des Vienna International Airports in Europa zu stärken", bekannte der Infrastrukturminister. Der Bedarf nach schnelleren Genehmigungsverfahren und klareren Richtlinien für die Umweltverträglichkeitsprüfung müsste umgehend gedeckt werden. Für das chinesische Seiden­straßen-­Projekt wünschte sich Hofer die effizientere Wahrnehmung von Chancen für Öster­reich. "Eine Expansion bringt starke ökonomische Impulse", so Hofer, der hier eine entspre­chende Beachtung der Korridore auch zu China und Russland for­derte. Ein besonderer Stellenwert käme dabei den wachsenden In­termodalen Verkehren und Transporten zu. Elisabeth Wer­ner, zuständig für die Bereiche Mobilität und Verkehr "Land" in der EU-­Kommission, bezeich­nete Transport und Mobilität als Rückgrat der europäischen Wirt­schaft.

Zeit für Veränderungen ist gekommen
Gleichzeitig betonte Werner, dass sich nun ein geeignetes Fenster für zukünftige Verände­rungen der Mobilität aufgetan hätte, um die Modalitäten nach­haltig zu ändern. Eine funda­mentale Rolle spiele dabei die Digitalisierung: "Daten sind der Treibstoff der Wirtschaft. Sämt­liche Fragen mutieren heute schnell zu digitalen Fragen", so Werner. Die Fragmentierung der Mobilität und die Transformation in wettbewerbsfähige, saubere, konnektive und kooperative Sys­teme verlange jetzt unbedingt nach einem tragfähigen Regel­werk der EU, das auf Technolo­gieneutralität und Sicherheit be­ruht und faire Arbeitskonditio­nen sichert. Die Fragen zum Ei­gentum an erhobenen Daten so­ wie zur Finanzierung müssten jetzt beantwortet werden, um eine interoperable Infrastruktur in Europa aufzubauen, zu stär­ken und ein Netzwerk zu for­men.


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